Giant fish near sugarloaf

21. Juni 2012

The unseen side of Rio+20

Wasteful Beauty – Verschwenderische Schönheit
Foto © BEM -Brasil Em Movimento

Botafogo beach and sugarloaf with fish giants made of plastic bottles. Creativity uniting ecology and economy with beauty to pinpoint our wasty lifstyle

Die deutsche Berichterstattung über Nachhaltigkeitsgipfel Rio +20 ist gekennzeichnet von der  Kritik über die unverbindlichen Quoten der Regierungsvertreter sowie verschiedenste wissenschaftlich untermauerte Bedrohungsszenarios. Richtig. Doch vor Ort selbst entfacht der Weltgipfel  zusätzlich ein Feuerwerk an ökologischer, sozialer und künstlerischer Kreativität.

Nachhaltigkeit ist in Rio mehr als nur die saubere Luft oder die Energie, die unsere Enkel versorgt. Nachhaltigkeit bewegt sich hier im Dreiklang von Umwelt, Ökonomie und Sozialem. „Sustentabilidade“ wie es auf Portugiesisch heißt gibt es in Lateinamerika nicht ohne Menschen – auch wenn US-Präsident Obama das als erstes wieder aus allen Konventionen rausgestrichen hat. Und die Menschen machen  sich lautstark, bunt und lösungsorientiert sichtbar.

„Frauen sind wie die Wasser, sie wachsen, wenn sie sich treffen“
Forum der Frauen Amazoniens/Para

Wie zB die Frauen. Frei nach dem Motto „Der Gipfel gehört den Frauen“ marschierten am Montag vor der Eröffnung des UN-Gipfels für nachhaltige Entwicklung 10.000 Frauen aus aller Welt gegen die Ökonomisierung von Leben, Natur und Frauenkörpern.

„O mundo não é uma mercadoria! As mulheres também não!“

Anläßlich des neuen Hype vom „Green Business“ antworten Frauenorganisationen rund um den Globus: Die Welt ist keine Ware, die Frauen auch nicht! Der internationale Frauenmarsch zog vom Strand in Flamengo über das Kunstmuseum MAM bis in die Innenstadt von Rio de Janeiro. In Flamengo liegt auch das Zentrum der Parallelkonferenz, des Völkersummits für soziale und Umweltgerechtigkeit: Cúpula dos Povos