Hamburger Frauen führen – ins Land der Ideen

3. Juni 2010
Preisverleihung an die Hamburger Karriereschmiede

Team HKS mit Laudator

Macherin trifft Absolventin

DieVeranstalterinnen des Forums „Frauen in Führung“ erhielten für ihr 2008 gegründetes Projekt „Hamburger Karriereschmiede“ die Auszeichnung Ort der Ideen 2010. Vor 200 Frauen drückte Laudator Stefan Knoll von der Deutschen Bank  seine Verbundenheit zum Träger wie zum Anliegen aus. Leider war die Anzahl der männlichen Entscheidungsträger an einer Hand abzuzählen. Herr Fröhlich, der das Grußwort im Namen des Unternehmerverbands Nord sprach, ward nicht lange gesehen. So konnten er und andere nicht erleben, mit wieviel analytischem Verstand, Selbstkritik und Humor die Gästinnen eins der brisantesten Themen für deutsche Unternehmen angingen. Wie die „Hüter der gläsernen Decken“ qualifizierte Führungsnachfolge angehen können. Verpaßte Lernchance und unkluges Signal.

Umso mehr richtige Signale kamen von den Rednerinnen. Gisela Chudziak zeigte, wie frau mit jahrzehntelangem Engagement, Beharrlichkeit und Charme auch die langsamen Behördenmühlen bewegen kann. Als Mentorin hat sie vielen Frauen und Ihren Projekten den Weg geebnet. Die Absolventin der HKS Claudia Paulsen-Rist, heute Personalleiterin bei der HHLA, ermunterte die Teilnehmerinnen, die eigene Hürde niedriger zu legen und sich öfter zu bewerben. Geschlechtsspezifische Haltungen beschrieb sie so: Mann sieht Ausschreibung und denkt „30% kann ich, klasse, da bewerb ich mich“- Frau sieht Ausschreibung und denkt „ich kann nur 90% der Anforderungen, da bewerb ich mich lieber nicht“.

Julia Jäkel GF Verlag G&J

Der krönende Abschluß war sicherlich die erfrischende Rede von Julia Jäkel, heute eine von vier Verlagsgeschäftsführerinnen von Gruner & Jahr. Am Beispiel ihrer eigenen nicht geradlinigen Karriere illustrierte sie die Bedeutung von Determination sowie der Kombination aus Ehrgeiz und Lässigkeit. Und dem Mut, Chancen zu ergreifen, gerade wenn frau noch nicht alles kann. Zum Nachdenken brachte Julia Jäkel mit Ihren Beobachtungen zur Frage: Wollen Frauen wirklich ins Top-Mangement?
Auch sie gehörte zu den jungen Frauen, die Quoten ablehnen. Ihre Erfahrung im Top-Management, umgeben von vielen weiblichen Mitarbeiterinnen, hat sie zur Umkehr im Denken veranlaßt. Besonders erfreulich ihr Dank an die Generation der weiblichen Vorkämpferinnen.
Dank der Frauen von der Hamburger Karriereschmiede eine Veranstaltung, die neue Kontakte geschaffen hat.


Hamburger Erfinder des Identity Compass®

7. Mai 2010
Hamburgisch by Culture: Arne Maus zu Gast bei TIDE TV

Arne Maus

Er macht die Unterschiede im Denken greifbar: der heutige Management-Trainer

Arne Maus. Viele Jahre in  japanischen IT-Firmen haben ihn immer wieder mit völlig anderen Arten zu denken und zu arbeiten konfrontiert. Das war eine lohnende Herausforderung. Es ist ihm gelungen, berufliche Identität in Denkpräferenzen individuell messbar zu machen.

Nach 5 Jahren detailgenauer Entwicklung mit Beratung von Robert Dilts aus den USA und Testing an europäischen Universitäten war er 2000 einsatzreif, der Identity Compass®. Er mißt Motivation und Engagement und durch seine komplexe Abbildung von Persönlichkeit zeigt er Wege zur individuellen Verbesserung auf. Sein Erfinder lizensiert den IC über Deutschlands Grenzen hinaus,  inzwischen gibte es ihn in 17 Sprachen. Mit seinem IT-Background hat Arne Maus den Identity Compass® internet- und jetzt sogar handy-tauglich gemacht.
Der Vater von Zwillingssöhnen lebt im idyllischen Ochsenwerder. Im Gespräch mit Petra Sorge dos Santos entwickelt er nicht nur seine Sicht auf Hamburger Werte und Identität, er verrät auch,  wie ihn das rheinische Jesuiten-Internat prägte, was er gern kocht und wie seine Vision von Hamburg 2020 aussieht. Einblicke in interkulturelle Kommunikation gibt er anhand des japanischen „JA“.
Hamburgisch by Culture, FR 7.5. um 21:30h, weitere Wiederholungen auf TIDE TV.

BRIC-Unternehmen auch bei Führungskräften Top

23. April 2010

Weltweite Studie über Top Companies in Leadership

Personalentwicklung und Umsatz hängen zusammen.
Eine weltweite Studie von Hewitt Associates hat aus über 500 Unternehmen die „Top Companies for Leaders“ identifiziert.Gefragt wurde, wer Führungskräfte am stärksten anzieht, hält und fördert. Führend in der Leadership-Entwicklung sind die US-amerikanischen Unternehmen, allen voran IBM.Doch schon auf Platz 5 findet sich die ICICI Bank aus Mumbai. Insgesamt haben es drei indische, ein chinesisches und ein brasilianisches Unternehmen unter die 25 weltbesten Konzerne in Leadership geschafft. Gesamtliste hier.
Sie alle eint, dass Sie auch in der Krise ausgezeichnete Personalentwicklung durchführen. Auch und gerade aus der Sicht der Führungskräfte.
Ein deutsches Unternehmen ist nicht unter den Top 25.


Frauen in den Chefetagen zahlen sich aus

17. März 2010
Telekom beschließt Frauenquote im Management

Seit Jahren machen deutsche Unternehmen im europäischen Vergleich eine schlechte Figur. Zahlreiche Analysen, Förder- und Mentoringprogramme haben nur wenig an stagnierenden Frauenanteilen von 13% (mittleres Management) verändern können. Die Barriere in den Köpfen schien betonhart, doch nun mischt sich Sand in den Beton …

Ein Unternehmen setzt Zeichen: ab sofort gelangen Frauen auch per Quote in Führungspositionen. Die Telekom hat sich als erstes deutsches DAX-Unternehmen selbst eine Frauenquote auferlegt. 30% Frauen sollen bis 2015 in alle mittleren und oberen Chefetagen einziehen. „Mit mehr Frauen an der Spitze werden wir einfach besser“, sagte Konzernchef René Obermann.

Mehr Erträge mit Frauen

Der Durchbruch ist nicht nur der Fairness oder der hohen weibliche Absolventenquote  -60% in den Wirtschaftswissenschaften- geschuldet.

Die Wissenschaft hat es den Unternehmen gezeigt: gemischte Teams machen Organisationen innovativer und effektiver.  Mehr


Vielfalt in aller Munde

7. Oktober 2009

Die Beilage wird zum Menü

Cover SZ Beilage

Wurde Diversity auf der Speisekarte von Personalentwicklern bis vor kurzem noch als Beilage gehandelt „kann man, muß man aber nicht“, so rutscht das Thema immer mehr ins Zentrum. „Sollte man“ so empfinde ich  das Resümé der jüngsten  Job & Karriere- Beilage der SZ. Das  Magazin „Vielfalt erleben“, herausgegeben von 3 Unternehmen mit Diversity-Erfahrung, thematisiert folgende Aspekte:


Diversity beginnt im Kopf

29. September 2009
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Uniformierte Vielfalt

Wie sehr unser Leben unter dem heimlichen Leitbild der Monokultur verarmt, ist nicht nur in der Tier- und Pflanzenwelt zu beobachten. Der Umgang mit Vielfalt, dem Unverwechselbaren, dem Zulassen von Besonderheit, all das ist eine Herausforderung an Deutschland – in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft. Für viele ist dieser Challenge unbequem. Immer mehr sehen jedoch die vielfältigen Chancen.

Diversity erlaubt und fordert uns, immer wieder neu zu schauen. Denn „diverse“, das ist nicht nur die Welt da draußen, auch in unserem Kopf existiert bereits ein vielfältiger Mikrokosmos. Dieses eigene Universum besser zu verstehen, bedeutet, viel an Wertschätzung zu gewinnen – für sich und für andere.

 Zum Kennenlernen der eigenen Vielfalt gibt es inzwischen differenzierte Profilanalysen. Mit Beratung von Robert Dilts wurde  in Hamburg der Identity Compass®  von Arne Maus entwickelt. Für den internationalen Einsatz gibt es ihn  bereits in 16 Sprachen.

Wie die innere Diversity gelesen und für die Diversity-Arbeit draußen genutzt werden kann, das beantwortet ein Einführungs-Workshop für Personaler und Coachs am 6.11.09  in Hamburg: Diversity beginnt im Kopf .


Personalentwicklerin aus Minas bloggt über Deutschland

28. August 2009
Sandra Santos

Sandra Santos

Was frau so passiert und was sie lernt, wenn sie nach Deutschland kommt, das hat die Brasilianerin Sandra Santos  über Jahre in einem Blog verabeitet.  Ihr Bundesland ist das in Deutschland weniger bekannte Minas Gerais, weshalb  ihr Blog „Mineirinha na Alemanha“ heißt.
Samstag den 29.8. ist die Personalentwicklerin und frischgebackene Buchautorin  im bilingualen Telefoninterview zu hören.
Ab 16h bei Radio Triangula – als Livestream auch im Internet: www.tidenet.de


Roboter lernt Wahr-nehmung

22. November 2008

icub_head-kMenschen drücken sich in komplexer körprlicher Interaktion aus. Wer menschliches Verhalten simulieren will, muss das menschliche Wahrnehmungssystem verstehen. Auf dem Weg zum Roboter ICub lernen europäische Wissenschaftler jetzt bei kleinen Kindern.

Eine der wesentlichen Fähigkeiten, die selbstgesteuerte Richtung von Aufmerksamkeit, wird gerade erfaßt. Eine weitere Fähigkeit unseres Gehirns ist es, aus Erfahrungen zu lernen und Vorhersagen zu treffen. Wird ICub auch das lernen?

Doch nicht nur Roboter, auch wir brauchen diese urmenschlichen Fähigkeiten wieder neu. Going global heißt Eintauchen in fremde Welten. Was machen Sie, wenn Ihre Wahrnemung zu untrainiert ist? Immer schneller treten Ereignisse ein, die wir intelligent interpretieren und, um schnell reagieren zu können, auch vorhersagen müssen. Wie wahrscheinlich werden unsere in Deuschland geprägten Prognosen im Auslandsgeschäft versagen? Coaching und Training helfen Managern, global fit zu sein
Hier kommen Sie zum TV-Beitrag bei Euronews.


Humankapital – neue Wertschätzung

27. August 2008

Sie sind die wertvollste Ressource eines Unternehmens  … doch Mitarbeiter fühlen sich oft wenig wertgeschätzt:
Was man nicht bewerten kann, ist auch nichts wert?

Humankapital wurde 2004 nicht umsonst zum Unwort des Jahres erklärt. Nomen est Omen: Spekulieren, Verschieben, Abstoßen kennzeichnet den Umgang einer Mehrheit der DAX-Unternehmen mit ihren Mitarbeitern. So hat es die jüngste Studie des Instituts für Management-Kompetenz ergeben.

Mit der Saarbrücker Formel hatte das IMK erstmalig eine Grundlage zur Bewertung des unterschätzten Unternehmensvermögens geschaffen, die auf folgenden Werten basiert:

Hier die wissenschaftliche Definition von Humankapital: die Summe der Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter in einem Unternehmen, d.h. ihr technisches und handwerkliches Know-how, ihr Wissen, aber auch ihre Kreativität und Leistungsbereitschaft.

Dem Umgang mit Arbeitnehmern, dem Mix aus Über- und Unterforderung, liegt ein tiefliegendes Unverständnis für das Potential von Menschen zugrunde. Dass es auch anders geht, konnte man gestern bei plusminus sehen: Investitionen wie Betriebskindergarten, flexible Arbeitszeitmodelle, Fortbildung, gutes Arbeitsklima lohnen sich.

Alles beginnt mit den Werten eines Unternehmens. Den wirklichen, nicht den papiernen.
Moderne Unternehmensberatungen können Instrumente für ein besseres Personalmanagement empfehlen – und bei deren Implementierung begleiten – auch international.