Gesundheitsmanagerin bringt deutsche Exzellenz in die Welt und zurück

14. Juni 2012

TV-Tipp: Leonore Boscher @ Hamburgisch by Culture

Leonore Boscher, GHMC

Vormittags im Auswärtigen Amt, abends im Studio – ein normaler Tag im Leben einer Gesundheitsmanagerin? Von zerstörter Infrastruktur und Kriegsverletzten in Lybien über die Patientenmesse in Bahrain bis zu Medizintourismus in Südkorea – Leonore Boscher ist es gewohnt, verschiedene Welten zu integrieren.

In den renommiertesten Krankenhäusern Deutschlands bringt sie als Managerin der International Office  deutsche Exzellenz mit Diversity im Personalmanagement zusammen. Mit kulturellem Feingefühl sorgt Leonore Boscher dafür, dass ausländische Ärzte, die den deutschen Fachkräftemangel auffangen, hier verstanden werden. Das gleiche gilt für Medizintouristen. Zu ihren Aufgaben gehört es , das internationale Dolmetscherteam für Gastärzte und Patienten aus aller Welt zu leiten und Personal im Umgang mit Menschen anderer Kulturen zu schulen.

„Wirtschaftlichkeit und Ethik, das gehört bei mir zusammen”, momentan schreibt Leonore Boscher an ihrer Dissertation in Wirtschaftwissenschaften. Über kulturelle Barrieren hinweg bereitet sie Menschen den Weg, von internationalem Fachwissen zu profitieren. Heute ist ihre Expertise in German Health Care  auch in Afrika, Asien und Arabien sehr geschätzt.

Petra Sorge dos Santos

Im Gespräch mit Moderatorin Petra Sorge dos Santos erzählt die begeisterte Sängerin (Funk und Klassik) auch von ihrem privaten Engagement.  Die Sendung zeigt nicht zuletzt, was unsere Stadt von der erfolgreichen Botschafterin unseres Know-Hows lernen kann.
Hamburgisch by Culture präsentiert sich diesmal in neuem Studiodesign.
FR 15.6.um 21:30h auf  TIDE TV. Wh am 19.6. um 22h


Interkulturelle „Baustelle“ in Hamburg

31. Mai 2012

Der Verein „Le Chantier“  zeigt sich – mit Theater und Lernwerkstatt

Ein großes Vorhaben entsteht beim Gehen. Mit der Afrikawerkstatt verfolgt eine Gruppe von afrikanischen Akademikern das Ziel, einen Ort für Interkulturelle Kreativität und Bildung in Hamburg zu schaffen. Es geht ihnen um eine Plattform für Entwicklung und Kooperation in Deutschland wie dann auch mit Projektpartnern in Afrika.
Die Meilensteine sind gesetzt, nach der intensiven Vorarbeit präsentiert sich „Le Chantier“ (in Kamerun ein vieldeutiges Wort, das u.a. eine Baustelle meint) der Öffentlichkeit.

Und dabei sollen nicht nur Reden gehalten werden. Nach kurzen Ansprachen der Kooperationspartner vom Museum für Völkerkunde, der Kulturbehörde und der Initiatorin Philoméne Heller gibt es „Le Chantier“ als Theaterstück. Ein kreatives Werk quer durch die Kulturen.Der vietnamstämmige Regisseur  Dan Thy Nguyen läßt je zwei weiße und schwarze Deutsche sprechen. Video-Statements kombiniert er mit theatralischer Inszenierung, wobei die Schauspieler Wurzeln aus Burkina Faso, Ostdeutschland, England und dem Senegal mitbringen. „Le Chantier“ läßt uns eintauchen in  interkulturelle Anekdoten, Fragen und Perspektivwechsel.

Bereits im Vorfeld hat sich der Verein „Le Chantier“-Afrikawerkstatt durch dialogische Kultur ausgezeichnet. Das Fundament ist gelegt, doch auf der Baustelle wird weiter gebaut. Auf der Veranstaltung am 6.6. kann nicht nur zugehört, sondern auch mitgebaut werden. Im zweiten Teil gibt es eine kleine Lernwerkstatt zu aufgeworfenen Fragen und Kooperationsideen, moderiert von der interkulturellen Trainerin und Journalistin Petra Sorge dos Santos.
Zum Ausklang spielt die mehrkulturelle Band „Dilaneca“, und beim Imbiss können Eindrücke und Kontakte vertieft werden.

„Le Chantier“ lädt Interessierte und insbesondere Organisationen des Austauschs mit Afrika und der Welt ein.

Mittwoch, 6.6. von 17-20h im Hörsaal des Museums für Völkerkunde

psds


Drei Brasilianer in Hamburg

11. Mai 2012

Buch „Textos com Textos“ jetzt zu lesen und zu hören

Textos com Textos – das sind Texte drei brasilianischer Literaten des Alltags
Textos com Textos – das waren 10 literarische Nächte in Hamburg
Textos com Textos – für mich ein Stück globales Brasilien

Die 3 Autoren

Was João Ubaldo Ribeiro Anfang der 90 er in Berlin erlebte, ist seinen drei  Landsleuten nicht fremd. Nur haben sie ihren beruflichen Weg –  ohne Rückflugticket und ohne Förderung-  in Hamburg gestartet. Fernando Moreira aus Paraiba arbeitet heute als Capoeira-Lehrer und Musiker, Flávio Nascimento aus Pará ist Linguist mit eigener Sprachschule und Joje Watutsi aus Bahia, der Experte für afrobrasilianische Kultur, arbeitet als Capoeira-Meister, Performer und kreiert Tanztheater.

Ihr Projekt startete 2009:  Initiator Joje Watutsi wollte muttersprachliche Texte aus den Schubladen befreien und  sie in der Fremde an die Öffentlichkeit bringen. Denn es ist die Fremde, die oft verstummen und vereinzeln lässt –  Brasilien aber ist ein Land mit reicher und vielfältiger Kultur, in der kultureller Selbstausdruck mehr Tradition hat als bei uns. Brasilianer zusammen und mit Portugiesisch sprechenden Deutschen ins Gespräch zu bringen, hieß das integrative Ziel.

Nach einiger Überzeugungsarbeit waren sie soweit, drei Autoren präsentierten gemeinsam  ihre Texte auf den „Noites Literárias“. Oft  waren es beeindruckende Präsentationen gefolgt von intensivem Austausch mit den Gästen. Im April diesen Jahres hatte ihre Textsammlung aus Poesie, Kolumnen und Kurzprosa dann im Brasilianischen Konsulat „lançamento“.

Für Hamburger, die nicht dabei waren, gibt es eine öffentliche Lesung in der Cabo-Lounge. Und zwar heute von 20-22h in der Münzstr.11 (hinterm Hauptbahnhof). Alle anderen können das lesenswerte Buch hier erwerben.

Petra Sorge dos Santos


Brasilianerin bringt Hamburgern europäische Malerei näher

12. April 2012

Kunst erleben auf Portugiesisch
©sorge2santos

„Vivenciar a arte“ in Hamburger Kunsthalle

Bilder haben viel zu erzählen, Geschichte und Geschichten. Die Kunsthistorikerin Ana de la Fontaine gibt kenntnisreiche Einführungen in verschiedene Epochen der europäischen Malerei. Doch mehr noch, sie animiert zu eigenem Hinschauen und Sprechen – auf Portugiesisch.

Dabei  stehen oder sitzen die TeilnehmerInnen in lockerer Runde. Sie kommen aus Deutschland und Portugal, sprechen etwas bis sehr gut Portugiesisch, und auch die Kunstkenntnisse sind so unterschiedlich wie die Teilnehmer selbst. Beeindruckend ist deshalb auch die Kunst, mit der die brasilianische Kursleiterin alle miteinander ins Gespräch bringt. So wie es mit Klappstühlen von Bild zu Bild geht,  prägen sich auch einzelne neue Vokabeln und Begriffe ganz en passant ein.

Ab September bietet Ana de la Fontaine neue Kurse  in der Kunsthalle an. Frühes Buchen sichert das ganz andere Kunsterlebnis. Sowie das lockere Sprachtraining.


Conexão lusofona – lusophone Globalisierung

4. November 2011

Als Kolonialmacht gehörte Portugal zu den frühen Globalisierern. Die Welt dreht sich: Heute kämpft das Land am Rande Europas mit den Folgen der Finanzkrise, während der neue Wirtschaftsgigant Brasilien sich als Retter anbietet.
Die koloniale Vergangenheit führt zu neuen Verbindungen: Brasilien ist heute auch der größte Investor im lusofonen Afrika. Die Sprache macht vieles möglich, auf der Grundlage gemeinsamer Interessen hatten sich die acht portugiesischsprachigen Länder 2005 zur CPLP zusammen geschlossen.
Auch in Hamburg wird die 6.größte Muttersprache der Welt von vielen gesprochen. Seit einem Jahr promotet CL!C die lusofone Globaliserung in der Hansestadt: Monatlich bringt Petra Sorge dos Santos Menschen, die mit Portugiesisch leben und arbeiten, an einen Tisch. Kulturübergreifende Reflexionen bei der Mesa Redonda – na 2. quarta do mês.

Die nächsten Termine
dia 9 de novembro: Trabalhando no exterior – os tabús
dia 14 de dezembro: Objetivos e desejos


„Hamburg braucht Philosophie der Gastfreundschaft“

31. Oktober 2011
Fanny Dethloff @ Hamburgisch by Culture

Fanny Dethloff liebt Menschen und auch ihre Talare. Doch seit Jahren steht die Pastorin nicht mehr in Langenhorn auf der Kanzel. Allerdings wird sie heute deutschlandweit gern zu Gastpredigten eingeladen. Denn sie ergreift das Wort für diejenigen, die in besonders schweren Situationen leben: Flüchtlinge.
Ob vor der Ärztekammer, bei Abschiebungen am Hamburger Flughafen oder in Zeltlagern auf Malta, quer durch Europa macht sich die Flüchtlingsbeauftragte stark für Bleiberecht von Roma-Familien, Vormundschaften für jugendliche Flüchtlinge, Gesundheitsversorgung und Schulbesuche der Papierlosen. Doch auch die Aufnameländer müssen sich ändern…Vielfalt und Einschluß sichern modernen Gesellschaften ihr Überleben.
Fanny Dethloff + Petra Sorge dos SantosIm Gespräch mit Petra Sorge dos Santos spricht die lebensfrohe Fanny Dethloff von ihren Hamburger Vorlieben und Vorbildern und dem, was einer modernen Hansestadt gut zu Gesicht stände.

FR 4.11. um 21:30h auf TIDE TV, Whlg SO 6.11. um 22:30h


Die Wahrheit muß erzählt werden

7. Oktober 2011
Poet und Sozialaktivist Itumeleng Wa-Thusi @ Hamburgisch by Culture

„The Truth be told“  ist das Lebensmotto von Itumeleng Wa-Thusi,

Itumeleng Wa-Thusi mit Petra Sorge dos Santos

der sich als Jugendlicher bereits gegen die Apartheid seines Heimatlandes Südafrika auflehnte. Heute schreibt er in Hamburg Gedichte, Theater und Hörspiele  – und ist noch immer ein sozial engagiert.

1976 hatte ihn seine Teilnahme am Schüler-Aufstand in Soweto zu einer unfreiwilligen Reise durch ganz Afrika gezwungen die  Itumeleng Wa-Thusi 1983 schließlich nach Hamburg führte. Hier arbeitete er in verschiedensten Jobs, wobei ihm einige Mütter besonders für die vorbildhafte Begleitung ihrer Kinder als Erzieher noch heute dankbar sind.
Skies Unlimited heißt seine aktuelle Initiative, in der sich Südafrikaner aus aller Welt für die Zukunft der Jugend Südafrikas engagieren.

Mit Hamburgisch by Culture Moderatorin Petra Sorge dos Santos spricht er über seine Hamburger Identität, Spinat mit Thunfisch, die Künstler vom König der Löwen und das, was Hamburgern zum Tor zur Welt noch fehlt.
Als Höhepunkt eine Kostprobe seiner Kunstfertigkeit: Itumeleng Wa-Thusi rezitiert zwei seiner Gedichte.

FR 7.10. um 21:30h auf  TIDE TV. Wiederholung am SO 9.10. um 22:30h


„Unternehmer kommt von unternehmen …

9. Juli 2011

Lucas Meyer - Verabschiedung als brasilianischer Honorarkonsul

TV-Tipp: Ehemaliger Honorarkonsul @ Hamburgisch by Culture

… und nicht von unterlassen“, so das Motto von Lucas Meyer, der nicht nur geborener Unternehmer, sondern auch geborener Hamburger ist.

Groß geworden ist er mit einem Emulgator, den sein Vater in den 50ern industriefähig gemacht hatte, das Hamburger Lecithin. Er selbst hat die Lucas-Meyer-Gruppe dann zum Weltmarktführer ausgebaut. Denn Internationalität war Lucas Meyer schon in die Wiege gelegt, nach einer Kindheit in Brasilien waren England, USA und die Schweiz weitere Stationen seiner Laufbahn.
Bekannt geworden ist der zurückhaltende Hamburger in den sieben Jahren seines Engagements als Honorarkonsul für Brasilien und die brasilianische Gemeinde Hamburgs. Nach dem Firmenverkauf sorgt Lucas Meyer nun dafür, dass es bei anderen Firmen geschmeidig läuft. Finanzierungen und internationaler Markteintritt sind Kernkompetenzen seiner Unternehmen, u.a. Business with Brasil .

Lucas Meyer mit Petra Sorge dos Santos

Mit Petra Sorge dos Santos spricht er über die Kunst des Loslassens und darüber, was die Wandsbeker Bezirksamtsleiterin kolumbianischer Herkunft zur typischen Hamburgerin macht, warum er Hamburg für ein bisschen provinziell hält und wie die Hansestadt den Standort als Global Player erhalten und ausbauen könnte.

Hamburgisch by Culture SA, 9.7. um 19:00 auf  TIDE TV
Letzte Wiederholung am DO, den 28.7. um 17:30h

TV-Tipp: Junge Fotografin bricht Klischees

3. März 2011
Hamburgisch by Culture mit Alexa Seewald

Alexa Seewald b.TIDE TV

Im Monat des  100. Internationalen Frauentags hat Hamburgisch by Culture die Zukunft zu Gast:
eine junge Frau mit globalem Bewußtsein.
Von klein auf hat Alexa Seewald gelernt, allgemein verbreitete Bilder zu hinterfragen. Die Tochter eines Diplomaten und einer Ethnologin ist als Third Culture Kid in Uruguay aufgewachsen.
Zurück in Hamburg hat sie ihr Diplom als Kommunikationsdesignerin gemacht. Thema war die fotografische Umsetzung ihrer interkulturellen Erfahrungen „Chamäleonkinder und Brückenmenschen“.
Mit ihren 26 Jahren hat es die engagierte Konzeptfotografin auf bereits 17 Fotoausstellungen gebracht. Ihr aktuelles Projekt heißt ANDERSRUMportrait und widmet sich vor allem homosexuellen Identitäten in Selbst- und Fremdbild.

Hamburgisch by Culture, März 2011

Im Gespräch mit Petra Sorge dos Santos erzählt Alexa Seewald, wie  sie immer wieder mit Identitätsfragen konfrontiert wurde und stets ihre ganz persönlichen Antworten fand.  Sie hören von Kinderspielen mit Klischees bis hin zu Hamburg-Metaphern und – wie könnte es bei einer Fotografin anders sein- sehen Fotos dazu.
FR 4.3. um 21:30h und SO 6.3. um 22:30 auf TIDE TV. Und dann auch auf youtube.


Hamburger Willkommen ist Vorbild

17. Dezember 2010
Das Hamburg Welcome Center findet weltweit Nachahmer

HWC Bemvindo mit Birte StellerLange hat sie am Tor zur Welt gefehlt, eine Anlaufstelle für Neubürger aus aller Welt. Vor drei Jahren ging der moderne Ableger des Einwohnermeldeamts mit gläsernen Büros in der Handelskammer an den Start: das Hamburg Welcome Center. 80.000 Menschen kommen jährlich neu nach Hamburg. 40.000 Beratungsgespräche zeigen, wie groß der Bedarf ist und wie wichtig die persönliche Handschrift der Geschäftsführerin Birte Steller. „Wir geben uns große Mühe, die Neubürger wirklich zu empfangen, ihnen zuzuhören und sie kompetent zu beraten“.

Zum 3jährigen Bestehen wurde gefeiert, die vielsprachige Band und der Chor aus Neubürgern gaben ihre Version von La Paloma zum besten. Tune in and stay. Mittlerweile übernimmt das HWC zusätzlich viele andere Aufgaben wie die Vernetzung mit den verschiedenen Diasporas . Im September zum Beispiel war die Mesa Redonda, der interkulturelle Stammtisch auf Portugiesisch zu Gast und hat über die interkulturellen Unterschiede beim Bemvindo, dem Willkommen reflektiert.

Das HWC spielt eine wichtige Rolle im Standortmarketing der Hansestadt, darin sind sich Wirtschaftssenator und Handelskammerchef einig. Besucher aus Frankfurt, Rotterdam und NewYork wollen von Hamburg lernen, denn das HWC ist weltweit einzigartig.

Petra Sorge dos Santos