Deutsche Wirtschaft verschläft Chancen in Afrika

6. Juli 2010
China baut Straße von Kairo bis Kapstadt

Der Afrikanische Patient, ARD

Mit einem Wirtschaftswachstum von 6% trotzt Afrika der Finanzkrise. Doch viele afrikanische Regierungen haben es versäumt, in die Infrastruktur ihrer Länder zu investieren. Deutsche Firmen auch, jetzt tun es die Chinesen.

„Erst eine Straße bringt Wohlstand“, weiß schon der alte Samburo Nomade, der den Straßenbau in Kenia bewacht. Und diese Weisheit kennt man auch in China. „Bei uns auf dem Land sieht es besser aus als hier in manch afrikanischer Stadt“ sagt ein chinesischer Ingenieur in der ARD-Doku Der afrikanische Patient. Chinesen und Afrikaner verbindet mehr als nur so manche Lebensphilosophie.  „China gibt, was Afrika braucht“ sagt Ruandas Präsident Kagame.
Keine Frage,  für China ist Afrika ein Milliardengeschäft. Keine Frage, auch Chinas Begehrlichkeit gilt den Rohstoffen des jahrhundertelang ausgebeuteten Kontinents. Doch warum realisert das Reich der Mitte, was deutsche Ökonomie lange schon hätte unterstützen können?

Wie so oft ist es unser Bild vom anderen, das unser Handeln prägt.

Deutsche Entwicklungshilfe hat Afrikaner mit Katastrophenhilfe und nur punktueller Förderung über Jahrzehnte zu abhängigen Hilfsempfängern „entwickelt“. Und der afrikanische Markt ist für die meisten deutschen Unternehmen nach wie vor Terra Incognita,  doch  „wer in Afrika zu spät kommt, der verpaßt die Zukunft.“

Moderne Afrikaner erwarten Hilfe zur Selbsthilfe. Nicht mehr und nicht weniger.

Coaching und Training Insights Africa.