Modernes Brasilien – zum Einlesen

2. Juli 2012

Zweisprachiger Sammelband überzeugt nicht nur Investoren

Solar City Tower, Rio de Janeiro, 2016

Der Solar City Tower zeigt, wo es in Brasilien hin geht: in die Zukunft. Er ist ein Vorgriff auf 2016, wenn sich die Welt zum dritten Mal innerhalb von vier Jahren in Rio de Janeiro versammelt haben wird.
Das Land der Zukunft ist auch heute schon sehr modern. Wer sich über die derzeit sechstgrößte Wirtschaftsnation aktualisieren will, wird in diesem Sammelband mit vielen neuen Perspektiven vertraut gemacht.

Der ehemalige deutsche Botschafter öffnet den Blick auf das vielschichtige Land, indem er Internationales, Innenpolitik, Wirtschaft und Soziales wie Folien übereinander legt. Die kulturelle Moderne steht im Mittelpunkt des zweiten Teils, in dem Kulturschaffende  Trends in  ihrer Heimat aufzeigen. Gefolgt von den neuesten Wirtschaftszahlen für Investoren, präsentiert vom SECOM, der Handelsabteilung der brasilianischen Botschaft. Im Herzstück des Buches ergänzen sich dann persönliche Erfahrungsberichte mit Business-Empfehlungen von Expatriates und professionellen Beratern.  Interviews zu Erfolgsgeschichten deutscher Firmen in Brasilien runden das Kaleidoskop ab. Last but not least sind weitere Fotos der brasilianischen Moderne zu sehen, bei denen allerdings die Qualität in technischer wie fotografischer Hinsicht hätte besser sein können.

Aus interkultureller Sicht angenehm ist die Haltung der Autoren, dem Wandel im gigantischen Land nachzuspüren und die Modernisierung für deutsche Leser nachvollziehbar zu machen. „Mit Unterschieden jonglieren lernen“  heisst die kleine Einführung in einen Business-Knigge Brasilien von Petra Sorge dos Santos.

Der Herausgeberin Dr.Susanne Müller ist es gelungen, Brücken zwischen zwei Geschäftswelten zu schlagen. In den Interviews mit deutschen Firmen vor Ort gibt es Einsichten, die oft auch innerhalb des Mutterkonzerns unbekannt sein dürften. Die Absicht, Kulturen zu verbinden, lässt sich nicht zuletzt  in der konsequenten Zweisprachigkeit des Buches erkennen.

„Modernes Brasilien“ ist bei Cross-Culture Publishing erschienen.


Noch immer: Gleicher Lohn für mehr Arbeit

21. März 2012

Frauen-Coaching zum Equal Pay Day 23. März

Verdienen Sie, was Sie verdienen? Oder wenigstens das, was Ihr männlicher Kollege verdient?
Die Antwort NEIN gilt für die große Mehrheit der Frauen in Deutschland .
Im 21. Jahrhundert, das von Trendforschern gern als „weiblich“ tituliert wird, verdienen Frauen in Deutschland durchschnittlich skandalöse 23% weniger als Männer. Damit liegt der Weltmarktführer Deutschland auch europaweit ganz hinten.

Die Lohnschere zwischen den Geschlechtern wirkt sich auf alle Lebensbereiche aus und resultiert in einer weiblichen „Rentenlücke von sage und schreibe 59 Prozent … Das führt zu einem großen Armutsrisiko für Frauen, einer enormen Belastung der Sozialkassen und schwächt nicht zuletzt die Inlandsnachfrage durch die eingeschränkte Kaufkraft von Frauen“ sagt Henrike von Platen, Präsidentin BPW Germany e.V.

Als Antwort auf  den Gender Wage Gap  kreierten US-Amerikanerinnen bereits 1966 den EqualPay Day – den Aktionstag für Entgeltgleichheit. Über die international vernetzte Organisation der Business and Professional Women kam die Initiative 2008 nach Deutschland.

Das Datum des Equal Pay Day variiert. Es ist jeweils der Tag, an dem der Entgeltgleichstand  erreicht wäre. In 2012 müssen Frauen 83 Tage länger arbeiten, um auf den gleichen Lohn bzw. Gehalt zu kommen. Der Gap trifft alle Frauen, von den Niedriglohnverdienerinnen bis zu High Potentials, bei den Selbständigen Frauen beträgt die Schere sogar 30%.

Coaching for ChangeDeshalb lädt der BPW am 23. März  alle Hamburgerinnen ein: zu Networking, Information, PodiumsDiskussion – und Coaching.
Verdienen Sie mehr? ist eine der Fragen, die 8 Coachs mit Ihnen kostenlos erforschen werden.

Freitag 23.3. von 18 -21 h in der Patriotischen Gesellschaft, Trostbrücke 6 (Nähe Rathaus)

Petra Sorge dos Santos