Afro-Bahia erleben, wie es wirklich ist

17. Juni 2015

Kulturelle Learning Journey Salvador und Umgebung

Titelbild 50Brasilien begann in Bahia. Bis 1763 war Salvador die   Hauptstadt der “Neuen Welt”. Wir wandeln auf den Spuren afrikanischer und afrobahianischer Geschichte  – die nicht nur Unterdrückung kennt. Einer Geschichte, in der Afrikaner und ihre Nachfahren Akteure sind.

Von den Bamboshés, den Weisen aus Afrika, von Quilombos, den Republiken der geflohenen Afrikaner ab dem 16.Jh, der Revolte der Malés, vom Aufstand der Alfaiates, der Schneider, von starken Frauen wie Luiza Mahin oder Maria Quitéria.
Das moderne Bahia hat viel von seiner Magie erhalten und zieht unzählige Touristen aus aller Welt an. Tauchen Sie mit uns ein in den Sound der Trommeln, die Welt der Schwarzen Götter, und die Energie von Afrotanz und Capoeira. Wir nehmen Sie mit auch hinter die Kulissen.

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Moderne Stadtgeschichte:
vom Widerstand  der Bevölkerung gegen den Zerfall der historischen Altstadt, von Hausbesetzungen, der legendären Cantina da Lua bis zur Deklaration als UNESCO Weltkulturerbe. Veranstalter Watutsi war nicht nur Zeitzeuge, sondern in den 70ern und 80ern vor allem Protagonist dieser Geschichte. Auch nach 25 Jahren Deutschland ist er in Bahia nicht vergessen und gut vernetzt.

BA HH brille mit BAMit ihm werden wir erleben, wie die Mehrheit der Schwarzen Brasilianer (51% lt. IBGE 2013) lebt und sich für ein besseres Leben engagiert:
für kulturelle Identität, gegen religiöse Intoleranz, für Inklusion und gegen Rassismus,  für Ökologie, immer noch für Wohnraum wie auch für gesunde Ernährung – als Selbständige und Unternehmer, als Iyalorishás (Priesterinnen der Orishá-Tradition), als Musiker, Gastronomen oder Modemacher, in Stadtteilinitiativen, in Vereinen, in der Kultur, in der Landwirtschaft, in der Uni … im Alltag.

Wie sich der Schwarze Alltag unter den Präsidenten Lula und Dilma verbessert hat -oder auch nicht- werden wir live hören und sehen.

Und last, but not least, wollen wir einen Austausch initiieren über Gemeinsamkeiten, Beobachtungen, Ideen. Im besten Fall Kooperationen.

Im Anschluß fahren wir ins Hinterland, dass Salvador so reich gemacht hat, und nehmen in Cachoeira nehmen am traditionellen Umzug Schwarzer Frauen teil. In Arembepe schließlich stehen Strand und Ökologie auf dem Programm.

Afrobahia Angebot c_mapaKommen Sie mit auf eine einmalige Reise in die Schwarze Kultur Brasiliens.
Afrobahia erwartet uns.

Bahia – InterKultur erleben
6.-21. August 2015

Stadt und Cultura Afro – das reiche Hinterland – Strand und Ökologie

für Schnellentscheider  Anmeldung

Kontakt Batutsi Production bahhia@watutsi.com

 

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BRICS+ Globales Lernen für Frauen in Führung

11. November 2013

2014 Lernreisen nach Indien, Brasilien oder Ghana/Nigeria

Die Welt dreht sich.
Schwellenländer werden zu gleichgewichtigen Playern der Weltökonomie, Frauen kommen immer mehr in Führung.
Doch dazwischen gibt es Lücken: Es sind zu wenig Frauen in Leadership-Positionen, und deutsche Managerinnen haben signifikant weniger Auslandserfahrung als ihre männlichen Kollegen.BRICS+ Global Learning programmeBridging the Gap
Drei Reisen zeigen nicht nur Dynamik und Potential der aufstrebenden Ökonomien in Indien, Brasilien und im westlichen Afrika. Das Global Learning Programme BRICS+ bietet Frauen in Führung zudem die einzigartige Chance, andere Geschäftswelten kennenzulernen und sich bei Treffen auf Augenhöhe  ein globales Netzwerk aufzubauen
Schon die  Vorbereitung ist international, Veranstalterin und Mentorinnen kommen aus Großbritannien, USA und Deutschland. Diagnose mit Profil und Brancheninteressen sowie  Coaching zu Interkultur und Leadership bereiten auf den Austausch mit Counterparts vor.
Treffen mit Führungspersönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft sowie Seminare und gemeinsame Reflexionen bieten in kurzer Zeit ein Maximum an Perspektiven auf das jeweilige Zielland.

Zielgruppen

  • Unternehmen, die bereits Frauen fördern oder Frauen für Führung/Vorstände qualifizieren wollen
  • weibliche Führungskräfte, die  innerhalb ihrer Organisationen in globalen Positionen arbeiten oder diese anstreben
  • Dienstleister, die dieses einmalige Programm unterstützen wollen

Informationen in Deutschland Petra Sorge dos Santos


Tanzend durch Hamburg

1. Februar 2013

Wiebke “June” Heinrich @ Hamburgisch by Culture

Im Talk: Petra Sorge dos Santos  mit Wiebke Heinrich

Im Talk: Petra Sorge dos Santos mit Wiebke Heinrich

Immer ist sie in Bewegung. Ob African Dance mit Diamoral, Rhythm of India oder Tanztheater mit Frauen – Wiebke Heinrich tanzt in mehreren Projekten gleichzeitig. Und als Tanzpädagogin unterrichtet sie Kinder und Jugendliche quer durch Hamburg – von Ballett bis HipHop. Letzteres verbindet sie nun mit ihrer Leidenschaft für Afrika. Mit dem Projekt “echange culturel” will sie nun Hambuger Nachswuchstalente mit jugendlichen HipHoppern im Senegal zusammen bringen.

Die junge Frau, die sich sonst nur mit dem Körper ausdrückt, mal ganz anders: In Hamburgisch by Culture kann man sie mit ihrer sanften Art des Geschichten-Erzählens erleben. Im Talk mit Petra Sorge dos Santos spricht sie nicht nur über die Eigenarten Hambuger Kinder in verschiedenen Stadtteilen sondern auch über “The Art of Storytelling”, ein Benefiz-Event mit Hamburger Künstlern. Last but not least verrät Wiebke Heinrich uns, was sie mit der Elbphilharmonie machen würde, wenn sie könnte.
FR 1.2. um 21:30 Wh SO 3.3. um 22:30 auf TIDE TV

Von der Neustadt in die Welt

2. November 2012

Petra Sorge dos Santos und Britta Kumi

TV-Tipp:
Hamburgerin Britta Kumi @Hamburgisch by Culture

Gibt es das eigentlich: typisch hamburgisch? Antworten gibt’s  bei Hamburgisch by Culture diesmal von einer jungen Expertin für internationale Kommunikation und Marketing.

Britta Kumi ist mitten in Hamburg mit Freundinnen aus vielen Kulturen aufgewachsen. Sie liebt die Hansestadt und fühlt sich zugleich auch in Ghana zuhause. Studiert hat sie nicht nur in Hamburg und Bremen, Auslandssemester in Edinburgh und Valencia haben ihren interkulturellen Blick geschärft. Afrika kennt sie aus der Arbeitsperspektive, Marktchancen von Solarenergie hieß ihr Theme in Ghana, als Touristguide war sie in Südafrika bei der WM. Gerade schließt die Tochter einer alleinerziehenden Afrikanerin ihren MBA in Interkulturellem Marketing ab. Und das ist ihr Motiv: „Marketing heißt, die Menschen und auch ihre Kultur zu verstehen”.
Hamburgisch? Das ist für Britta Kumi vor allem Offenheit und Vielfalt. Wie sie ihr Selbstbewusstsein erlangt hat und was sie Hamburg zurück gibt, darüber spricht sie mit Petra Sorge dos Santos auf TIDE TV.

FR 2.11. um21.30h und SA 10.11 um 19:00h auf  TIDE TV


Geschichte-n-Erzählerin aus den Kapverden

18. Juni 2012

Celina Pereira @Radio Transglobal

Celina Pereira

„Grünes Kap“ – der Name des Archipels  vor Westafrika  täuscht. Nur einzelne Inseln sind grün, die anderen haben mit Sand- und Steinwüsten zu kämpfen, das ökonomische Überleben ist schwierig. Die Kapverden gehören deshalb zu den Ländern mit der größten Diaspora, rund 2/3 leben weltweit verstreut im Ausland. Celina Pereira ist eine von ihnen.

Im Dreieckshandel der Kolonialzeit wurden die Kapverden zum Dreh-und Angelpunkt für Seefahrer aus aller Welt. Arm an Rohstoffen und Infrastruktur waren sie immer schon reich an Musik. Ob Morna, Funaná oder Batuque, jede Insel hat ihre eigene Tradition. Celina Pereira ist mit der kapverdischen Musik groß geworden,  seit ihrem 5. Lebensjahr steht sie als Sängerin auf der Bühne. Was Cesária Evora aus unserer Sicht in den 90ern für die Kapverden wurde, war Celina Pereira aus Sicht ihrer Landsleute bereits  in den 60ern: die Ikone der Kapverden.

Seit den 70ern widmet sie ihr Engagement der Diaspora, den vielen Kapverdeanern in Übersee. Zunächst initiierte sie das Casa de Caboverde in Lissabon, über politische Allianzen mit den seelenverwandten Guineensern hinweg wurde daraus später die Associação Cabverdiana em Lisboa, ACV. Heute ein Treffpunkt für jung und alt, Business und Kultur.

Die erfolgreiche Sängerin mochte nicht tatenlos zusehen, wie die musikalische Tradition der Kapverden im Zuge der Öffnung zum Westen jährlich verfiel. Durch Auswanderung einerseits und touristische Überfremdung andererseits (All-inclusive Hotels auf den Inseln Sal und Boavista) wurde das Wissen nicht mehr an die Jugend tradiert. Hier liegt das besondere Engagement von  Celina Pereira. Mit den Methoden der Oral History sprach und recherchierte sie über Jahre bei den Älteren, den Musikern und Sängerinnen wie auch in der Alltagskultur. So rettete sie traditionelle Lieder von Hochzeit und Beerdigung wie auch und vor allem Kinderlieder vor dem Vergessen.

Corte do Transglobal -> Celina Pereira

Die traditionellen Kinderlieder nahm sie dann mit in die Communities der Diaspora. Beginnend in Massachusetts über New York, Holland und Frankreich, unterrichtete die mehrfach ausgezeichnete „Estoriadora“ in Portugal und Jahre später dann  auch in ihrer Heimat.
Mehr über die Geschichte-n-erzählerin in der jüngsten Ausgabe von Radio Transglobal unter dem Titel „Melting Pot Lisbon“.  Transglobal Junho 12  mit Auszügen aus ihrer CD „Estória, estória  no Archipélago das Maravilhas“.
Die größte kapverdische Community Deutschlands lebt – wie könnte es für  meergewohnte Insulaner anders sein- in Hamburg. Mal sehen, wann wir die Griotte der Kapverden wieder bei uns begrüßen können.

Transglobal – das transkulturelle Magazin mit dem Ohr zur Welt sendet jeden 2. SA im Monat um 16h als livestream auf Tidenet. Auf Facebook

Petra Sorge dos Santos


Interkulturelle „Baustelle“ in Hamburg

31. Mai 2012

Der Verein „Le Chantier“  zeigt sich – mit Theater und Lernwerkstatt

Ein großes Vorhaben entsteht beim Gehen. Mit der Afrikawerkstatt verfolgt eine Gruppe von afrikanischen Akademikern das Ziel, einen Ort für Interkulturelle Kreativität und Bildung in Hamburg zu schaffen. Es geht ihnen um eine Plattform für Entwicklung und Kooperation in Deutschland wie dann auch mit Projektpartnern in Afrika.
Die Meilensteine sind gesetzt, nach der intensiven Vorarbeit präsentiert sich „Le Chantier“ (in Kamerun ein vieldeutiges Wort, das u.a. eine Baustelle meint) der Öffentlichkeit.

Und dabei sollen nicht nur Reden gehalten werden. Nach kurzen Ansprachen der Kooperationspartner vom Museum für Völkerkunde, der Kulturbehörde und der Initiatorin Philoméne Heller gibt es „Le Chantier“ als Theaterstück. Ein kreatives Werk quer durch die Kulturen.Der vietnamstämmige Regisseur  Dan Thy Nguyen läßt je zwei weiße und schwarze Deutsche sprechen. Video-Statements kombiniert er mit theatralischer Inszenierung, wobei die Schauspieler Wurzeln aus Burkina Faso, Ostdeutschland, England und dem Senegal mitbringen. „Le Chantier“ läßt uns eintauchen in  interkulturelle Anekdoten, Fragen und Perspektivwechsel.

Bereits im Vorfeld hat sich der Verein „Le Chantier“-Afrikawerkstatt durch dialogische Kultur ausgezeichnet. Das Fundament ist gelegt, doch auf der Baustelle wird weiter gebaut. Auf der Veranstaltung am 6.6. kann nicht nur zugehört, sondern auch mitgebaut werden. Im zweiten Teil gibt es eine kleine Lernwerkstatt zu aufgeworfenen Fragen und Kooperationsideen, moderiert von der interkulturellen Trainerin und Journalistin Petra Sorge dos Santos.
Zum Ausklang spielt die mehrkulturelle Band „Dilaneca“, und beim Imbiss können Eindrücke und Kontakte vertieft werden.

„Le Chantier“ lädt Interessierte und insbesondere Organisationen des Austauschs mit Afrika und der Welt ein.

Mittwoch, 6.6. von 17-20h im Hörsaal des Museums für Völkerkunde

psds


Conexão lusofona – lusophone Globalisierung

4. November 2011

Als Kolonialmacht gehörte Portugal zu den frühen Globalisierern. Die Welt dreht sich: Heute kämpft das Land am Rande Europas mit den Folgen der Finanzkrise, während der neue Wirtschaftsgigant Brasilien sich als Retter anbietet.
Die koloniale Vergangenheit führt zu neuen Verbindungen: Brasilien ist heute auch der größte Investor im lusofonen Afrika. Die Sprache macht vieles möglich, auf der Grundlage gemeinsamer Interessen hatten sich die acht portugiesischsprachigen Länder 2005 zur CPLP zusammen geschlossen.
Auch in Hamburg wird die 6.größte Muttersprache der Welt von vielen gesprochen. Seit einem Jahr promotet CL!C die lusofone Globaliserung in der Hansestadt: Monatlich bringt Petra Sorge dos Santos Menschen, die mit Portugiesisch leben und arbeiten, an einen Tisch. Kulturübergreifende Reflexionen bei der Mesa Redonda – na 2. quarta do mês.

Die nächsten Termine
dia 9 de novembro: Trabalhando no exterior – os tabús
dia 14 de dezembro: Objetivos e desejos