Von der Neustadt in die Welt

2. November 2012

Petra Sorge dos Santos und Britta Kumi

TV-Tipp:
Hamburgerin Britta Kumi @Hamburgisch by Culture

Gibt es das eigentlich: typisch hamburgisch? Antworten gibt’s  bei Hamburgisch by Culture diesmal von einer jungen Expertin für internationale Kommunikation und Marketing.

Britta Kumi ist mitten in Hamburg mit Freundinnen aus vielen Kulturen aufgewachsen. Sie liebt die Hansestadt und fühlt sich zugleich auch in Ghana zuhause. Studiert hat sie nicht nur in Hamburg und Bremen, Auslandssemester in Edinburgh und Valencia haben ihren interkulturellen Blick geschärft. Afrika kennt sie aus der Arbeitsperspektive, Marktchancen von Solarenergie hieß ihr Theme in Ghana, als Touristguide war sie in Südafrika bei der WM. Gerade schließt die Tochter einer alleinerziehenden Afrikanerin ihren MBA in Interkulturellem Marketing ab. Und das ist ihr Motiv: „Marketing heißt, die Menschen und auch ihre Kultur zu verstehen”.
Hamburgisch? Das ist für Britta Kumi vor allem Offenheit und Vielfalt. Wie sie ihr Selbstbewusstsein erlangt hat und was sie Hamburg zurück gibt, darüber spricht sie mit Petra Sorge dos Santos auf TIDE TV.

FR 2.11. um21.30h und SA 10.11 um 19:00h auf  TIDE TV


Nicht nur Olympia-Teilnehmer freuen sich über Wertschätzung

15. August 2012

Grandioser Empfang in Hamburgs Hafencity

Empfang des Olympiaschiffes in Hafencity
©sorge2santos

„In den Hamburger Hafen einzulaufen, war schon wunderschön. Doch der Empfang von Tausenden hier im Cruisecenter ist einfach überwältigend“, so Britta Heidemann (Silber im Fechten). Das komplette Olympiateam war eingeladen, mitsamt Familien den Erfolg in London mit einer Rückfahrt  an Bord  des Luxus-Cruisers MS Deutschland zu begehen.
Mehr als 10.ooo Hamburger, Gäste sowie Geschäftsleute, haben sich heute bei strahlendem Sonnenschein eingefunden, um die deutschen Olympioniken im Cruise-Center zu begrüßen.  Das An-Land-Gehen der Athletinnen und Athleten vom Olympiaschiff  wurde vom NDR mit großer Bühne, Reportern und Moderatoren begleitet.
„Die Menschen wissen gar nicht, wie wichtig für uns Ermutigung ist“ kommentierte Schwimmprofi Sandra Völckers „wir müssen kurz vorm Start all unsere Motivation bündeln und in uns selbst aufrufen“.  Während in andern Kulturen die eigenen Sportler kollektiv ermuntert und angefeuert werden, pflegen Deutsche nur allzuoft den Kritik- und Jammer-Diskurs.
Sich distanzieren und kritisieren entfernt von Gemeinsamkeit und schwächt diejenigen, die in unserm Namen kämpfen. Nur beim Sieg ist normalerweise der deutsche Jubel groß, dann zeigen auch wir plötzlich Einigkeit und nationale Identität.

Neben Tausender normaler Fans waren gestern Freunde, Vereinskollegen und ganze Schulklassen angereist. La-Ola-Wellen gingen durchs Publikum, wenn ein weiterer Olympionike auf die Bühne trat. Doch es geht noch mehr. „Es war super, bei unserm Endspiel von einem deutschen Kollegen mit Gold unterstützt zu werden (Diskuswerfer Robert Harting). Wann immer wir frei hatten, haben wir das bei andern auch getan. Wir waren gegenseitig unsere größten Fans,“ berichtete einer der Goldjungens der Hockey-Nationalmannschaft.
Medaillen werden mit Wertschätzung errungen. Andere Erfolge auch.
Wer feuert Sie und wen feuern Sie an?

Petra Sorge dos Santos


Orientalisches Know-How für deutsche Unternehmer

3. August 2012

TV-Tipp: Omid Manavi  @Hamburgisch by Culture

Hamburger Jung und Sohn eines iranischen Teppichhändlers – das ist die ungewöhnliche Kombination, die Omid Manavi inzwischen auch beruflich zusammenbringt. Viele Jahre in Werbung und Finanzberatung haben ihm dann seine Bestimmung gezeigt: mit Herz und Verstand bringt er Unternehmern das Finanzhandwerk bei.
Und damit kaufmännisches Denken nicht so schwer fällt, benutzt er Bilder und Figuren aus der Welt seiner orientalischen Vorfahren.  Zusammen mit  „Adib Geldschlau“ – so heisst  auch das neue Buch –  lässt er uns von  erfolgreichen Kaufleuten lernen.
In HamburgischbyCulture erzahlt er von Hamburger Vorbildern, von Handschlag und Diskretion. Petra Sorge dos Santos entlockt ihm zusätzlich wichtige Tipps für jedermann sowie seine Sicht auf die dringendste Investition der Hansestadt.
FR 3.8. um 21:30h Wh. SO 5.8. um 22.30h auf TIDE TV

Gesundheitsmanagerin bringt deutsche Exzellenz in die Welt und zurück

14. Juni 2012

TV-Tipp: Leonore Boscher @ Hamburgisch by Culture

Leonore Boscher, GHMC

Vormittags im Auswärtigen Amt, abends im Studio – ein normaler Tag im Leben einer Gesundheitsmanagerin? Von zerstörter Infrastruktur und Kriegsverletzten in Lybien über die Patientenmesse in Bahrain bis zu Medizintourismus in Südkorea – Leonore Boscher ist es gewohnt, verschiedene Welten zu integrieren.

In den renommiertesten Krankenhäusern Deutschlands bringt sie als Managerin der International Office  deutsche Exzellenz mit Diversity im Personalmanagement zusammen. Mit kulturellem Feingefühl sorgt Leonore Boscher dafür, dass ausländische Ärzte, die den deutschen Fachkräftemangel auffangen, hier verstanden werden. Das gleiche gilt für Medizintouristen. Zu ihren Aufgaben gehört es , das internationale Dolmetscherteam für Gastärzte und Patienten aus aller Welt zu leiten und Personal im Umgang mit Menschen anderer Kulturen zu schulen.

„Wirtschaftlichkeit und Ethik, das gehört bei mir zusammen”, momentan schreibt Leonore Boscher an ihrer Dissertation in Wirtschaftwissenschaften. Über kulturelle Barrieren hinweg bereitet sie Menschen den Weg, von internationalem Fachwissen zu profitieren. Heute ist ihre Expertise in German Health Care  auch in Afrika, Asien und Arabien sehr geschätzt.

Petra Sorge dos Santos

Im Gespräch mit Moderatorin Petra Sorge dos Santos erzählt die begeisterte Sängerin (Funk und Klassik) auch von ihrem privaten Engagement.  Die Sendung zeigt nicht zuletzt, was unsere Stadt von der erfolgreichen Botschafterin unseres Know-Hows lernen kann.
Hamburgisch by Culture präsentiert sich diesmal in neuem Studiodesign.
FR 15.6.um 21:30h auf  TIDE TV. Wh am 19.6. um 22h


Interkulturelle „Baustelle“ in Hamburg

31. Mai 2012

Der Verein „Le Chantier“  zeigt sich – mit Theater und Lernwerkstatt

Ein großes Vorhaben entsteht beim Gehen. Mit der Afrikawerkstatt verfolgt eine Gruppe von afrikanischen Akademikern das Ziel, einen Ort für Interkulturelle Kreativität und Bildung in Hamburg zu schaffen. Es geht ihnen um eine Plattform für Entwicklung und Kooperation in Deutschland wie dann auch mit Projektpartnern in Afrika.
Die Meilensteine sind gesetzt, nach der intensiven Vorarbeit präsentiert sich „Le Chantier“ (in Kamerun ein vieldeutiges Wort, das u.a. eine Baustelle meint) der Öffentlichkeit.

Und dabei sollen nicht nur Reden gehalten werden. Nach kurzen Ansprachen der Kooperationspartner vom Museum für Völkerkunde, der Kulturbehörde und der Initiatorin Philoméne Heller gibt es „Le Chantier“ als Theaterstück. Ein kreatives Werk quer durch die Kulturen.Der vietnamstämmige Regisseur  Dan Thy Nguyen läßt je zwei weiße und schwarze Deutsche sprechen. Video-Statements kombiniert er mit theatralischer Inszenierung, wobei die Schauspieler Wurzeln aus Burkina Faso, Ostdeutschland, England und dem Senegal mitbringen. „Le Chantier“ läßt uns eintauchen in  interkulturelle Anekdoten, Fragen und Perspektivwechsel.

Bereits im Vorfeld hat sich der Verein „Le Chantier“-Afrikawerkstatt durch dialogische Kultur ausgezeichnet. Das Fundament ist gelegt, doch auf der Baustelle wird weiter gebaut. Auf der Veranstaltung am 6.6. kann nicht nur zugehört, sondern auch mitgebaut werden. Im zweiten Teil gibt es eine kleine Lernwerkstatt zu aufgeworfenen Fragen und Kooperationsideen, moderiert von der interkulturellen Trainerin und Journalistin Petra Sorge dos Santos.
Zum Ausklang spielt die mehrkulturelle Band „Dilaneca“, und beim Imbiss können Eindrücke und Kontakte vertieft werden.

„Le Chantier“ lädt Interessierte und insbesondere Organisationen des Austauschs mit Afrika und der Welt ein.

Mittwoch, 6.6. von 17-20h im Hörsaal des Museums für Völkerkunde

psds


Brasilianerin bringt Hamburgern europäische Malerei näher

12. April 2012

Kunst erleben auf Portugiesisch
©sorge2santos

„Vivenciar a arte“ in Hamburger Kunsthalle

Bilder haben viel zu erzählen, Geschichte und Geschichten. Die Kunsthistorikerin Ana de la Fontaine gibt kenntnisreiche Einführungen in verschiedene Epochen der europäischen Malerei. Doch mehr noch, sie animiert zu eigenem Hinschauen und Sprechen – auf Portugiesisch.

Dabei  stehen oder sitzen die TeilnehmerInnen in lockerer Runde. Sie kommen aus Deutschland und Portugal, sprechen etwas bis sehr gut Portugiesisch, und auch die Kunstkenntnisse sind so unterschiedlich wie die Teilnehmer selbst. Beeindruckend ist deshalb auch die Kunst, mit der die brasilianische Kursleiterin alle miteinander ins Gespräch bringt. So wie es mit Klappstühlen von Bild zu Bild geht,  prägen sich auch einzelne neue Vokabeln und Begriffe ganz en passant ein.

Ab September bietet Ana de la Fontaine neue Kurse  in der Kunsthalle an. Frühes Buchen sichert das ganz andere Kunsterlebnis. Sowie das lockere Sprachtraining.


“Die schönste Welle aussuchen”

3. Februar 2012
Dagmar Thiel
Dagmar Thiel
Dagmar Thiel @Hamburgisch by Culture TV

Das geht auch an der Elbe, meint Burn-Out-Coach Dagmar Thiel.
Die frühere Sucht- und Trauma-Therapeutin kennt Hamburger Befindlichkeiten, ob damals bei drogenabhängigen Jugendlichen oder heute bei gestressten Managern.
Burn-Out, das ist, “wenn man die Freude nicht mehr spürt”. Um der persönlichen Abwärtsspirale vorzubeugen und auch um Körper und Seele zu heilen, nimmt Dagmar Thiel ihre Klienten mit zum Wandern auf die Kapverden. Diese Inselgruppe im Atlantik hat sie vor Jahren als ihren zweiten Ort entdeckt.


Petra Sorge dos Santos

Die geborene Lüdenscheiderin schätzt die Hamburger Vielfalt, zu der sie je nach Gemütslage in verschiedenen “Dörfern” wandelt. Als engagierte “Türöffnerin” entdeckt sie Small-Talk in der Hafencity oder genießt den Blick über die Dächer von Eimsbüttel.

Mit Petra Sorge dos Santos spricht sie über Vorzüge der Hansestadt wie auch über die wachsende Schere zwischen Arm und Reich.

Erstausstrahlung am 3.2.12 um 21:30h auf  TIDE TV. Wiederholung am SA 11.2. um 19h.