Mehr als ein internationaler Knigge

5. September 2011
Interkulturelles Coaching macht fit für globalen Erfolg

Immer mehr deutsche Unternehmen drängen in ausländische Märkte. Und immer mehr bereiten sich auf andere Businesskultuen vor.

Zahlen, Daten, Fakten zum Zielland gehören zur Grundausstattung, ohne die sich kein deutscher Profi im Ausland wohlfühlt. Visitenkarten mit zwei Händen, lateinamerikanisches Schulterklopfen oder Geschäftsabschlüsse beim Teetrinken, der Verhaltenstipps gibt es viele – doch was ist gute Vorbereitung?

Intl. Knigge / Interkulturelle Kompetenz by psds

Hoch im Kurs stehen seit Jahren Landeskunde und die Do’s und Don’ts des jeweiligen Ziellandes. Diese Nachfrage ist angesichts der komplexen Anforderungen, denen deutsche Manager im Ausland ausgesetzt sind, nicht mehr state of the art, nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Denn der Unterschied, der heute den Unterschied macht, ist globales Denken und interkulturelle Kompetenz.

Im 21. Jahrhundert geht es nicht nur um die anderen und ihre kulturellen Verhaltensweisen.

Vielmehr steht für Global Player besonders die Erweiterung des eigenen Denkens und Handelns an. Für den erfolgreichen Umgang mit Partnern aus anderen Kulturen braucht es besondere Haltungen und Global Skills, globale Fähigkeiten. Und damit viel mehr als einen Knigge mit Tipps zu angemessenem Verhalten und Benehmen in aller Welt. Nicht angelesene oder angehörte Informationen, sondern innewohnende kulturelle Intelligenz heißt der Schlüssel für international arbeitende Führungskräfte. Und für sie braucht es mehr als einen Seminartag, der ihnen nur die Grundlagen legen kann.

Schlaue Manager bzw. weitsichtige Unternehmen haben Coachs, die verschiedene Kultur-und Fachkompetenzen mitbringen und ihre Coachees in regelmäßigen Sessions vertrauter und selbst-bewußter machen im Umgang mit anderen Businesswelten.
Wie? Ein interkultureller Coach nimmt den Kunden  mit zum virtuellen Rundgang hinter die Kulissen. Dabei konzentriert er oder sie sich auf die jeweilige Denkwelt eines Coachees. Interkulturelle Coachs sind dabei nicht nur Fragensteller, Zuhörer und Informationsgeber. Sie sind auch Übungsleiter, Sparringspartner und -viele Coachs sind weiblich-  Hebamme für so manche Lösung.
Und sie erleichtern das Lernen wie das Umsetzen, denn gute Coachs sind “Facilitator” – ein  Wort, das es im Deutschen nicht gibt. Das “Leicht-machen” birgt zwar großen Mehrwert, gehört aber noch nicht zu den deutschen Kulturstandards.

Langsam kommt der Trend zum interkulturellem Coaching  auch in Deutschland an.

Petra Sorge dos Santos


Zwischen mehr Quote und mehr Selbstmanagement

18. März 2011
Hammonia klagtHammonias Töchter reflektieren 100 Jahre Frauentag

Viele Workshops, die Netzwerkmeile und ein großes Fest – 100 Jahre Frauentag in Hamburg. Die Bilanz in der Wirtschaft gab allerdings nur bedingt Anlass zum Feiern: Frauen verdienen 23% weniger als Männer, bei Selbständigen betragen Frauenhonorare sogar nur 2/3. Auch die freiwillige Selbstverpflichtung der Wirtschaft hat versagt, die durchschnittliche Frauenquote ist seit zehn Jahren stagnierend: Nicht einmal jeder 20.deutsche Aufsichtsrat ist eine Frau! Skandalöse Zahlen für eine Wirtschaft, die den Einschluß dringend braucht – und mit lautem Klagen den Ausschluß übertönt.

Fachfrauen und –männer sind sich einig: Abhilfe schaffen wie in Norwegen nur Gesetze. Dort ist der Frauenanteil in Aufsichtsräten nach Einführung der Frauenquote 2006 in vier Jahren von 7% auf 40% gestiegen.
Wie komplex das Thema dennoch ist, war am 8.März in der Handelskammer Hamburg zu hören. Neben dem allgemeinen Widerstand der Wirtschaftswelt gibt es auch engagierte männliche Förderer und Mentoren. Hier sollte frau Allianzen bilden und auch untereinander viel mehr netzwerken. Und lernen, weibliche Selbstzweifel sowie Zaghaftigkeit hinter sich zu lassen. Die Zukunft gehört smartem Selbstmanagement. Und das läßt sich am 22.4. hier trainieren


TV-Tipp: Zwischen Hamburg und Shanghai

30. Januar 2011
Hamburgisch by Culture mit Projektmanagerin Lili Wu

Mit China-Delegation bei Hamburger Luftfahrt

Fit for China heißt das Projekt, das Lili Wu heute für die KWB Management GmbH leitet. Fit für Deutschland hat sie sich selbst gemacht. Als 17jährige kam sie aus der Provinz Zhejiang nach Hamburg  und mußte sich ihr deutsches Abitur hart erarbeiten. Dank ausgezeichneter Leistungen studierte sie BWL und spezialisierte sich auf interkulturelles Management.

Bisher hat sie drei Delegationen chinesischer Manager jeweils 3 Monate in Hamburger Unternehmen begleitet und dabei immer wieder “kulturell dolmetschen” müssen. Im deutsch-chinesischen Bildungsforum promotet sie den deutschen Exportschlager Duale Berufsbildung. Demnächst wird Lili Wu auch Hamburger Manager auf den Weg nach Shanghai bringen.

Petra Sorge dos Santos mit Lili Wu bei TIDE TV

Was sie an Hamburg liebt, erzählt die Mutter einer ebenfalls begabten Tochter in einem sehr lebendigen Interview. Moderatorin Petra Sorge dos Santos erfährt von ihr ausserdem, was sie über Loki Schmidt denkt, was Hanseaten in China beachten sollten und wie Hamburg noch weltoffener werden kann.

Hamburgisch by Culture wird am Freitag den 4.2. um 21:30h auf TIDE TV ausgestrahlt.
Letzte Wiederholung am DI 22.2. um 22h. Jetzt auch auf youtube.

Petra Sorge dos Santos


Personalvorstand mit Blick über den Tellerrand

30. September 2010
Wolfgang Fauter im TV-Interview bei Hamburgisch by Culture

Wolfgang Fauter

Der gebürtige Stuttgarter arbeitet seit mehr als zehn Jahren über den Dächern Hamburgs.

Wolfgang Fauter ist verantwortlich für das Personal einer großen Hamburger Versicherung – und das im doppelten Sinne.
Auf Reisen hat er privat oft in andere Lebenswelten geblickt - ob in afrikanische Großfamilien, kubanische Künstlerateliers oder kolumbianische Überlandbusse. Heute ist der Vater von vier Kindern mit einer Kamerunerin verheiratet.
Als Personalvorstand bringt Wolfgang Fauter Mitarbeitern und Kollegen soziale Verantwortung nahe. So war der gesamte Vorstand schon beim “Seitenwechsel” in einer Jugendstrafanstalt.  Oder hat zugunsten der Hamburger Tafel für die Mitarbeiter in der Kantine am Kochherd gestanden.
Im Gespräch mit Petra Sorge dos Santos erzählt er, wie er Hamburg und seine Menschen sieht und gibt Tipps für eine moderne Berufsbiografie.
Hamburgisch by Culture – Erstausstrahlung FR 1.10.um 21:30h auf TIDE TV

Hamburger Profiling schon in 33 Ländern

2. August 2010
Management mit dem Identity Compass®  verbessern

 

Auszug Identity Compass®

 

Im Jahr 2000 ging es an den Start, das Profiling-System aus Hamburg.

Der Identity Compass® ist ein Analyse-Tool, das für Teamentwicklung und Assessment ebenso wie für die Optimierung von Selbstmanagement, Leadership und Vertrieb geeignet ist. Viele Firmen können das inzwischen bezeugen.

Arne Maus, sein Erfinder, hat den Identity Compass® mehr als fünf  Jahre entwickelt und auch an Universitäten immer wieder getestet. Mittlerweile gibt es das multifunktionale Management-Tool zur Messung beruflichen Denkens  in 17 Sprachen und 33 Ländern.

2009 veröffentlichte er das dazugehörige Buch “Herausforderung Motivation”, das gleich bei Erscheinen  zum Buch der Woche erkoren wurde. Mittlerweile wurde es ins Englische übersetzt. Demnächst wird Arne Maus und sein “Challenge of Motivation”  in den USA von einem amerikanischen Verlag publiziert, eine seltene Auszeichnung für einen deutschen Autor.


Mirroring Processes

16. Juni 2010
Mirroring Processes by petra-hh
o||u by petra hh

One eye open, one shut. Focussing on a doublefaced reality or defocussing multiple realities. This foto symbolizes an important part of my job: Mirroring processes  in organizational development.
I don’t know how often exactly I already mirrored development processes, but interesting coindidence: Today the 7777th viewer threw a glance on petra-hh’s  fotos on Flickr, I’ll take it as a hint.

PS: Do you know where in Hamburg this picture was taken?


Hamburger Frauen führen – ins Land der Ideen

3. Juni 2010
Preisverleihung an die Hamburger Karriereschmiede

Team HKS mit Laudator

Macherin trifft Absolventin

DieVeranstalterinnen des Forums “Frauen in Führung” erhielten für ihr 2008 gegründetes Projekt “Hamburger Karriereschmiede” die Auszeichnung Ort der Ideen 2010. Vor 200 Frauen drückte Laudator Stefan Knoll von der Deutschen Bank  seine Verbundenheit zum Träger wie zum Anliegen aus. Leider war die Anzahl der männlichen Entscheidungsträger an einer Hand abzuzählen. Herr Fröhlich, der das Grußwort im Namen des Unternehmerverbands Nord sprach, ward nicht lange gesehen. So konnten er und andere nicht erleben, mit wieviel analytischem Verstand, Selbstkritik und Humor die Gästinnen eins der brisantesten Themen für deutsche Unternehmen angingen. Wie die “Hüter der gläsernen Decken” qualifizierte Führungsnachfolge angehen können. Verpaßte Lernchance und unkluges Signal.

Umso mehr richtige Signale kamen von den Rednerinnen. Gisela Chudziak zeigte, wie frau mit jahrzehntelangem Engagement, Beharrlichkeit und Charme auch die langsamen Behördenmühlen bewegen kann. Als Mentorin hat sie vielen Frauen und Ihren Projekten den Weg geebnet. Die Absolventin der HKS Claudia Paulsen-Rist, heute Personalleiterin bei der HHLA, ermunterte die Teilnehmerinnen, die eigene Hürde niedriger zu legen und sich öfter zu bewerben. Geschlechtsspezifische Haltungen beschrieb sie so: Mann sieht Ausschreibung und denkt “30% kann ich, klasse, da bewerb ich mich”- Frau sieht Ausschreibung und denkt “ich kann nur 90% der Anforderungen, da bewerb ich mich lieber nicht”.

Julia Jäkel GF Verlag G&J

Der krönende Abschluß war sicherlich die erfrischende Rede von Julia Jäkel, heute eine von vier Verlagsgeschäftsführerinnen von Gruner & Jahr. Am Beispiel ihrer eigenen nicht geradlinigen Karriere illustrierte sie die Bedeutung von Determination sowie der Kombination aus Ehrgeiz und Lässigkeit. Und dem Mut, Chancen zu ergreifen, gerade wenn frau noch nicht alles kann. Zum Nachdenken brachte Julia Jäkel mit Ihren Beobachtungen zur Frage: Wollen Frauen wirklich ins Top-Mangement?
Auch sie gehörte zu den jungen Frauen, die Quoten ablehnen. Ihre Erfahrung im Top-Management, umgeben von vielen weiblichen Mitarbeiterinnen, hat sie zur Umkehr im Denken veranlaßt. Besonders erfreulich ihr Dank an die Generation der weiblichen Vorkämpferinnen.
Dank der Frauen von der Hamburger Karriereschmiede eine Veranstaltung, die neue Kontakte geschaffen hat.


Hamburger Erfinder des Identity Compass®

7. Mai 2010
Hamburgisch by Culture: Arne Maus zu Gast bei TIDE TV

Arne Maus

Er macht die Unterschiede im Denken greifbar: der heutige Management-Trainer

Arne Maus. Viele Jahre in  japanischen IT-Firmen haben ihn immer wieder mit völlig anderen Arten zu denken und zu arbeiten konfrontiert. Das war eine lohnende Herausforderung. Es ist ihm gelungen, berufliche Identität in Denkpräferenzen individuell messbar zu machen.

Nach 5 Jahren detailgenauer Entwicklung mit Beratung von Robert Dilts aus den USA und Testing an europäischen Universitäten war er 2000 einsatzreif, der Identity Compass®. Er mißt Motivation und Engagement und durch seine komplexe Abbildung von Persönlichkeit zeigt er Wege zur individuellen Verbesserung auf. Sein Erfinder lizensiert den IC über Deutschlands Grenzen hinaus,  inzwischen gibte es ihn in 17 Sprachen. Mit seinem IT-Background hat Arne Maus den Identity Compass® internet- und jetzt sogar handy-tauglich gemacht.
Der Vater von Zwillingssöhnen lebt im idyllischen Ochsenwerder. Im Gespräch mit Petra Sorge dos Santos entwickelt er nicht nur seine Sicht auf Hamburger Werte und Identität, er verrät auch,  wie ihn das rheinische Jesuiten-Internat prägte, was er gern kocht und wie seine Vision von Hamburg 2020 aussieht. Einblicke in interkulturelle Kommunikation gibt er anhand des japanischen “JA”.
Hamburgisch by Culture, FR 7.5. um 21:30h, weitere Wiederholungen auf TIDE TV.

BRIC-Unternehmen auch bei Führungskräften Top

23. April 2010
Weltweite Studie über Top Companies in Leadership

India, China, Brazil in Top 25 Companies in Leadership

Personalentwicklung und Umsatz hängen zusammen.
Eine weltweite Studie von Hewitt Associates hat aus über 500 Unternehmen die “Top Companies for Leaders” identifiziert.
Gefragt wurde, wer Führungskräfte am stärksten anzieht, hält und fördert. Führend in der Leadership-Entwicklung sind die US-amerikanischen Unternehmen, allen voran IBM.
Doch schon auf Platz 5 findet sich die ICICI Bank aus Mumbai. Insgesamt haben es drei indische, ein chinesisches und ein brasilianisches Unternehmen unter die 25 weltbesten Konzerne in Leadership geschafft. Gesamtliste hier.
Sie alle eint, dass Sie auch in der Krise ausgezeichnete Personalentwicklung durchführen. Auch und gerade aus der Sicht der Führungskräfte.
Ein deutsches Unternehmen ist nicht unter den Top 25.

Frauen in den Chefetagen zahlen sich aus

17. März 2010
Telekom beschließt Frauenquote im Management

Seit Jahren machen deutsche Unternehmen im europäischen Vergleich eine schlechte Figur. Zahlreiche Analysen, Förder- und Mentoringprogramme haben nur wenig an stagnierenden Frauenanteilen von 13% (mittleres Management) verändern können. Die Barriere in den Köpfen schien betonhart, doch nun mischt sich Sand in den Beton …

Ein Unternehmen setzt Zeichen: ab sofort gelangen Frauen auch per Quote in Führungspositionen. Die Telekom hat sich als erstes deutsches DAX-Unternehmen selbst eine Frauenquote auferlegt. 30% Frauen sollen bis 2015 in alle mittleren und oberen Chefetagen einziehen. “Mit mehr Frauen an der Spitze werden wir einfach besser”, sagte Konzernchef René Obermann.

Mehr Erträge mit Frauen

Der Durchbruch ist nicht nur der Fairness oder der hohen weibliche Absolventenquote  -60% in den Wirtschaftswissenschaften- geschuldet.

Die Wissenschaft hat es den Unternehmen gezeigt: gemischte Teams machen Organisationen innovativer und effektiver.  Mehr


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