Interkulturelle “Baustelle” in Hamburg

31. Mai 2012

Der Verein “Le Chantier”  zeigt sich – mit Theater und Lernwerkstatt

Ein großes Vorhaben entsteht beim Gehen. Mit der Afrikawerkstatt verfolgt eine Gruppe von afrikanischen Akademikern das Ziel, einen Ort für Interkulturelle Kreativität und Bildung in Hamburg zu schaffen. Es geht ihnen um eine Plattform für Entwicklung und Kooperation in Deutschland wie dann auch mit Projektpartnern in Afrika.
Die Meilensteine sind gesetzt, nach der intensiven Vorarbeit präsentiert sich “Le Chantier” (in Kamerun ein vieldeutiges Wort, das u.a. eine Baustelle meint) der Öffentlichkeit.

Und dabei sollen nicht nur Reden gehalten werden. Nach kurzen Ansprachen der Kooperationspartner vom Museum für Völkerkunde, der Kulturbehörde und der Initiatorin Philoméne Heller gibt es “Le Chantier” als Theaterstück. Ein kreatives Werk quer durch die Kulturen.Der vietnamstämmige Regisseur  Dan Thy Nguyen läßt 2 Deutsche und 2 Kameruner sprechen. Video-aufnahmen kombiniert er mit theatralischer Inszenierung, wobei die Schauspieler aus Burkina Faso, Deutschland, England und dem Senegal kommen. “Le Chantier” läßt uns Eintauchen in  Anekdoten, Fragen und Perspektivwechsel. Das Fundament ist gelegt, doch auf der Baustelle wird weiter gebaut.

Bereits im Vorfeld hat sich der Verein “Le Chantier”-Afrikawerkstatt durch dialogische Kultur ausgezeichnet. Auf der Veranstaltung am 6.6. kann nicht nur zugehört, sondern auch mitgebaut werden. Im zweiten Teil gibt es eine kleine Lernwerkstatt zu aufgeworfenen Fragen und Kooperationsideen, moderiert von der interkulturellen Trainerin und Journalistin Petra Sorge dos Santos.
Zum Ausklang spielt die mehrkulturelle Band “Dilaneca”, und beim Imbiss können Eindrücke und Kontakte vertieft werden.

“Le Chantier” lädt Interessierte und insbesondere Organisationen des Austauschs mit Afrika und der Welt ein.

Mittwoch, 6.6. von 17-20h im Hörsaal des Museums für Völkerkunde

psds


“Vorurteile gemeinsam abschaffen”

30. März 2012
Elena Botchanov @ Hamburgisch by Culture TV

Elena Botchanov und Petra Sorge dos Santos

nach 15 Jahren in der Hansestadt fühlt sich Elena Botchanov, gebürtige Weißrussin aus Minsk,  schon sehr hamburgisch.

Das geht nicht allen Einwanderern so, auch nicht in der 2. Generation. Deshalb engagiert sie sich für deutsch-russischen Kulturaustausch.Sei es mit ihrem Verein Rockfront e.V., sei es beim Landesverband der Deutschen Jugend in Europa. Dafür wurde Elena Botchanov 2010 mit dem Bürgerpreis des Bezirksamts HH-Mitte ausgezeichnet.
Was sie am Stadtpark liebt und wofür sie sich als neu gewähltes Mitglied im Integrationsbeirat einsetzen will, das erzählt sie Petra Sorge dos Santos in der neuen Ausgabe von Hamburgisch by Culture.
FR 6.4. 21:30h /MO 9.4. 22:30h auf TIDE TV 
Petra Sorge dos Santos

CeBIT-Partnerland Brasilien zeigt Innovationsdynamik

5. März 2012

Brasiliens Präsidentin zur Eröffnung der internationalen ICT-Messe

“Angesichts der brasilianischen Dynamik dürfen wir uns nicht ausruhen”, sagte Angela Merkel über das diesjährige Partnerland der CeBIT, sichtlich beeindruckt von Quantität und Vielfalt der brasilianischen Innovationen im ICT Sektor.

Präsidentin Dilma Rousseff betonte zunächst die enormen Bedeutung des Zugangs zu Informations- und Kommunikations-technologien in einem Land, das so sehr durch Ungleichheit geprägt ist wie Brasilien. “Technologien sind ein Mittel zur sozialen Inklusion.”

Dilma Rousseff, a presidenta

“A Presidenta” beeindruckte mit Brasiliens Zahlen von 2011:

  • drittgrößter Markt für PCs weltweit
  •  fünftgrößter für Mobiltelefone
  • 61 Mio Menschen Zugang ins Internet über Breitband
  • 58.000 Schulen landesweit online und in Echtzeit erreichbar

Was wenige wissen, schon seit Jahren gehen Brasilianer online zur Wahl, zuletzt mit 131 Mio Wählern.
Zu den Innovationen in 2012 wird ein Glasfasernetz gehören, das die 27 Bundeshauptstädte über 31.000 km miteinander verbindet. Auch innerhalb Lateinamerikas wird mit Glasfiber vernetzt und die globale Verbindung mit USA, Europa und Afrika unter Wasser ausgebaut.
Mit diesen Spitzenleistungen präsentierte Dilma Rousseff Brasilien als “Land der Möglichkeiten”, nicht nur für seine 190 Mio Einwohner, sondern auch für Unternehmer und Investoren aus Deutschland. Nachdem im gemeinsamen Wissenschaftsjahr schon viele Kooperationen angebahnt wurden, sollen zukünftig die Kooperationen zwischen den deutsch-brasilianischen KMUs ausgebaut werden. Zum Abschluß projizierte Brasilens Präsidentin die Gemeinsamkeiten beider Länder auf “die Errichtung von Gesellschaften, in denen Innovation und Offenheit vorherrschen”.

Kulturell umrahmt wurde ihre Rede von Carlinhos Brown, Musiker, Sänger und Komponist aus Bahia und 2012 in der Kategorie Filmmusik für den Oscar nominiert.

Petra Sorge dos Santos


Mit Energie für nachhaltiges Hamburg

10. Januar 2012
Fiete J. Schönfisch @Hamburgisch by Culture TV

Fiete J.Schönfisch

Mit Energie hat Joachim F.Schönfisch in den 90ern mit Pirelli Elektrik einen Weltmarktführer aufgebaut. Mit Energie arbeitet er jetzt für den CO2-FreiHafen.
Die größte Solaranlage Hamburgs ist gerade ans Netz gegangen – Solarboote,  Windräder und Elektroautos mit Solartankstellen sind weitere Projekte.

Wie aus Joachim F.  der heutige Fiete J. wurde und welche Rolle sein Onkel aus den USA spielte, erzählt der studierte Elektro-Ingenieur im Gespräch mit Petra Sorge dos Santos. Sein persönlicher Hamburg-Blick ruht auf den Elbinseln und ihren Bewohnern – auch wenn es ihm leicht fällt, aus kalifornischer oder italienischer Perspektive auf die Hansestadt zu schauen.

Hamburgs größtes Solardach

In Hamburgisch by Culture spricht er über Matjes und Stint, venezianische Wassertaxis und Solarmotoren, über Klimawandel und Energiepotential.  In Schönfischs Vision sind es intelligente Grüne Technologien, die  Hamburg und dem Hafen ein innovatives Alleinstellungsmerkmal verschaffen werden.

Das Interview wird FR, den 6.1. um 21.30h auf  TIDE TV im Kabelkanal 21 ausgestrahlt und am SO den 25.3. um 22.30h wiederholt. Hier auf  youtube.


Boas Festas – Feliz Navidad – Seasons Greetings

21. Dezember 2011
Radio Triangula on Dec 24th 2011

Who likes to start the famous 24th in a different way – Radio Triangula celebrates musician’s cooperations across cultures. Listen to

  • a tribute to the Queen of capeverdian Morna Césaria Evora
  • another edition of  “mein interkultureller Alltag” column: Riding on the Bus
  • coproductions from Capeverde-Mali, Mali-US,  US-Guinea, Brazil-Surinam and  Bantu-Tupi-Nago

And get to know Playing for change, a worldwide project in order to connect the world through music.

Finally there are some German christmas songs in a crosscultural outfit.

Wherever you come from our Seasons Greetings to everybody,
that your personal 2012 will be filled with

Happiness, Health and Connectedness

Radio Triangula – Saturday 24th as livestream on tidenet.de
at 4 pm in Germany – 3 pm GMT – 1pm in Brazil – 5 pm in SouthAfrica


Conexão lusofona – lusophone Globalisierung

4. November 2011

Als Kolonialmacht gehörte Portugal zu den frühen Globalisierern. Die Welt dreht sich: Heute kämpft das Land am Rande Europas mit den Folgen der Finanzkrise, während der neue Wirtschaftsgigant Brasilien sich als Retter anbietet.
Die koloniale Vergangenheit führt zu neuen Verbindungen: Brasilien ist heute auch der größte Investor im lusofonen Afrika. Die Sprache macht vieles möglich, auf der Grundlage gemeinsamer Interessen hatten sich die acht portugiesischsprachigen Länder 2005 zur CPLP zusammen geschlossen.
Auch in Hamburg wird die 6.größte Muttersprache der Welt von vielen gesprochen. Seit einem Jahr promotet CL!C die lusofone Globaliserung in der Hansestadt: Monatlich bringt Petra Sorge dos Santos Menschen, die mit Portugiesisch leben und arbeiten, an einen Tisch. Kulturübergreifende Reflexionen bei der Mesa Redonda – na 2. quarta do mês.

Die nächsten Termine
dia 9 de novembro: Trabalhando no exterior – os tabús
dia 14 de dezembro: Objetivos e desejos


“Hamburg braucht Philosophie der Gastfreundschaft”

31. Oktober 2011
Fanny Dethloff @ Hamburgisch by Culture

Fanny Dethloff liebt Menschen und auch ihre Talare. Doch seit Jahren steht die Pastorin nicht mehr in Langenhorn auf der Kanzel. Allerdings wird sie heute deutschlandweit gern zu Gastpredigten eingeladen. Denn sie ergreift das Wort für diejenigen, die in besonders schweren Situationen leben: Flüchtlinge.
Ob vor der Ärztekammer, bei Abschiebungen am Hamburger Flughafen oder in Zeltlagern auf Malta, quer durch Europa macht sich die Flüchtlingsbeauftragte stark für Bleiberecht von Roma-Familien, Vormundschaften für jugendliche Flüchtlinge, Gesundheitsversorgung und Schulbesuche der Papierlosen. Doch auch die Aufnameländer müssen sich ändern…Vielfalt und Einschluß sichern modernen Gesellschaften ihr Überleben.
Fanny Dethloff + Petra Sorge dos SantosIm Gespräch mit Petra Sorge dos Santos spricht die lebensfrohe Fanny Dethloff von ihren Hamburger Vorlieben und Vorbildern und dem, was einer modernen Hansestadt gut zu Gesicht stände.

FR 4.11. um 21:30h auf TIDE TV, Whlg SO 6.11. um 22:30h


Die Wahrheit muß erzählt werden

7. Oktober 2011
Poet und Sozialaktivist Itumeleng Wa-Thusi @ Hamburgisch by Culture

“The Truth be told”  ist das Lebensmotto von Itumeleng Wa-Thusi,

Itumeleng Wa-Thusi mit Petra Sorge dos Santos

der sich als Jugendlicher bereits gegen die Apartheid seines Heimatlandes Südafrika auflehnte. Heute schreibt er in Hamburg Gedichte, Theater und Hörspiele  – und ist noch immer ein sozial engagiert.

1976 hatte ihn seine Teilnahme am Schüler-Aufstand in Soweto zu einer unfreiwilligen Reise durch ganz Afrika gezwungen die  Itumeleng Wa-Thusi 1983 schließlich nach Hamburg führte. Hier arbeitete er in verschiedensten Jobs, wobei ihm einige Mütter besonders für die vorbildhafte Begleitung ihrer Kinder als Erzieher noch heute dankbar sind.
Skies Unlimited heißt seine aktuelle Initiative, in der sich Südafrikaner aus aller Welt für die Zukunft der Jugend Südafrikas engagieren.

Mit Hamburgisch by Culture Moderatorin Petra Sorge dos Santos spricht er über seine Hamburger Identität, Spinat mit Thunfisch, die Künstler vom König der Löwen und das, was Hamburgern zum Tor zur Welt noch fehlt.
Als Höhepunkt eine Kostprobe seiner Kunstfertigkeit: Itumeleng Wa-Thusi rezitiert zwei seiner Gedichte.

FR 7.10. um 21:30h auf  TIDE TV. Wiederholung am SO 9.10. um 22:30h


Mehr als ein internationaler Knigge

5. September 2011
Interkulturelles Coaching macht fit für globalen Erfolg

Immer mehr deutsche Unternehmen drängen in ausländische Märkte. Und immer mehr bereiten sich auf andere Businesskultuen vor.

Zahlen, Daten, Fakten zum Zielland gehören zur Grundausstattung, ohne die sich kein deutscher Profi im Ausland wohlfühlt. Visitenkarten mit zwei Händen, lateinamerikanisches Schulterklopfen oder Geschäftsabschlüsse beim Teetrinken, der Verhaltenstipps gibt es viele – doch was ist gute Vorbereitung?

Intl. Knigge / Interkulturelle Kompetenz by psds

Hoch im Kurs stehen seit Jahren Landeskunde und die Do’s und Don’ts des jeweiligen Ziellandes. Diese Nachfrage ist angesichts der komplexen Anforderungen, denen deutsche Manager im Ausland ausgesetzt sind, nicht mehr state of the art, nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Denn der Unterschied, der heute den Unterschied macht, ist globales Denken und interkulturelle Kompetenz.

Im 21. Jahrhundert geht es nicht nur um die anderen und ihre kulturellen Verhaltensweisen.

Vielmehr steht für Global Player besonders die Erweiterung des eigenen Denkens und Handelns an. Für den erfolgreichen Umgang mit Partnern aus anderen Kulturen braucht es besondere Haltungen und Global Skills, globale Fähigkeiten. Und damit viel mehr als einen Knigge mit Tipps zu angemessenem Verhalten und Benehmen in aller Welt. Nicht angelesene oder angehörte Informationen, sondern innewohnende kulturelle Intelligenz heißt der Schlüssel für international arbeitende Führungskräfte. Und für sie braucht es mehr als einen Seminartag, der ihnen nur die Grundlagen legen kann.

Schlaue Manager bzw. weitsichtige Unternehmen haben Coachs, die verschiedene Kultur-und Fachkompetenzen mitbringen und ihre Coachees in regelmäßigen Sessions vertrauter und selbst-bewußter machen im Umgang mit anderen Businesswelten.
Wie? Ein interkultureller Coach nimmt den Kunden  mit zum virtuellen Rundgang hinter die Kulissen. Dabei konzentriert er oder sie sich auf die jeweilige Denkwelt eines Coachees. Interkulturelle Coachs sind dabei nicht nur Fragensteller, Zuhörer und Informationsgeber. Sie sind auch Übungsleiter, Sparringspartner und -viele Coachs sind weiblich-  Hebamme für so manche Lösung.
Und sie erleichtern das Lernen wie das Umsetzen, denn gute Coachs sind “Facilitator” – ein  Wort, das es im Deutschen nicht gibt. Das “Leicht-machen” birgt zwar großen Mehrwert, gehört aber noch nicht zu den deutschen Kulturstandards.

Langsam kommt der Trend zum interkulturellem Coaching  auch in Deutschland an.

Petra Sorge dos Santos


Tanztherapeutin bringt Bewegung ins Gespräch

31. August 2011
TV-Tipp: Sabine Borchers @ Hamburgisch by Culture

Alles was Bewegung ist, hat die Hamburger Deern schon immer fasziniert. Und gleich nach dem Diplom hielt die lernbegierige Sportwissenschaftlerin nichts mehr in der Hansestadt: Capoeira und Sambatanzen in Rio, Afrotanz im Senegal und Sportunterricht im kriegsgeschüttelten Mozambik. Ihre zweite heimat hat Sabine Borchers in den USA gefunden. Hier folgten weitere Ausbildungen und Körperarbeit mit traumatisierten wie auch behinderten Menschen. Nach dem Großstadtleben in San Francisco zog es sie für lange Zeit  in die Weite und Einsamkeit des amerikanischen Hinterlands. Die letzten Jahre lebte Sabine Borchers  in der besonderen Natur des Therapeuten-Mekkas Esalen in Kalifornien.

Bei Hamburgisch bei Culture wird diesmal nicht nur gesprochen. Was ihr Heimat inzwischen bedeutet, zeigt die Tanztherapeutin in ihrem Element – in Bewegung. Petra Sorge dos Santos nutzt den nach 25 Jahren im Ausland fremdgewordenen Blick, um nach Veränderungen in der Mentalität der Hanseaten zu fragen. Und da gibt es vor allem Multikulturelles, was Sabine Borchers aufgefallen ist. Und was sie unter Einbeziehung der Moderatorin in kleine Szenen setzt. Von Sprachlosigkeit und Isolation in der S-Bahn bis hin zu türkisch-afrikanischen Freundschaften im Schwimmbad.
Sabine Borchers lebt weiterhin in den USA und wird im nächsten Jahr Workshops in Deutschland geben – mit ihrem eigenen Mix aus SoulMotion, Five Elements und Body Wisdom. Kontakt

Diese Ausgabe von Hamburgisch by Culture wird  am SO den 28.8. um 22:30h auf TIDE TV wiederholt


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