TV-Tipp 25.12.: Heiko Kunert @Hamburgisch by Culture
Blinde Passagiere
Nur 1/3 der Blinden haben – trotz guter Ausbildung – einen Arbeitsplatz. Heiko Kunert, der gelernte Diplom-Politologe, ist ein leidenschaftlicher Öffentlichkeitsarbeiter – Ob als privater Blogger oder als Presseprecher des Blinden- und Sehbehindertenvereins Hamburg, die Sache der Blinden liegt ihm am Herzen. Petra Sorge dos Santos erzählt er über Orientierung im Raum, Louis Braille und die Barrierefreiheit von Stadt und Internet.
Was er liest und schreibt, erfühlt Heiko Kunert durch die Finger. Was er als “Blinder Passagier” in dem gleichnamigen Theater-Ensemble spielt, fühlt er mit allen Sinnen. Für ihn ist es wichtig, ganz normal zu leben.
Petra Sorge dos Santos mit Heiko Kunert
In Hamburgisch by Culture spricht er über die Hamburger “Unaufgeregtheit” und das “Kein Wort zu viel” und ermuntert uns, Fragen zu stellen. Er empfiehlt einen Besuch beim Dialog im Dunkeln ebenso wie den Ratgeber zum Umgang mit blinden Menschen “Nicht so-sondern so”.
In seinem Blog Blind PR schreibt Heiko Kunert für eine Gesellschaft, die Inklusion und Lernen voneinander zum Ziel hat. Von seinem Mut zum Aufbruch in fremde Welten können wir zwiefellos viel lernen.
Hamburgisch by Culture mit Heiko Kunert wird am Weihnachtssonntag um 22.30h auf TIDE TV wiederholt.
Fanny Dethloff liebt Menschen und auch ihre Talare. Doch seit Jahren steht die Pastorin nicht mehr in Langenhorn auf der Kanzel. Allerdings wird sie heute deutschlandweit gern zu Gastpredigten eingeladen. Denn sie ergreift das Wort für diejenigen, die in besonders schweren Situationen leben: Flüchtlinge.
Ob vor der Ärztekammer, bei Abschiebungen am Hamburger Flughafen oder in Zeltlagern auf Malta, quer durch Europa macht sich die Flüchtlingsbeauftragte stark für Bleiberecht von Roma-Familien, Vormundschaften für jugendliche Flüchtlinge, Gesundheitsversorgung und Schulbesuche der Papierlosen. Doch auch die Aufnameländer müssen sich ändern…Vielfalt und Einschluß sichern modernen Gesellschaften ihr Überleben. Im Gespräch mit Petra Sorge dos Santos spricht die lebensfrohe Fanny Dethloff von ihren Hamburger Vorlieben und Vorbildern und dem, was einer modernen Hansestadt gut zu Gesicht stände.
FR 4.11. um 21:30h auf TIDE TV, Whlg SO 6.11. um 22:30h
Street Art Melting Pot continues with international Parade of 77 Groups
Already yesterday the deserted region of Altona Nord turned into a melting pot. a lot of people were attracted to Grosse Bergstrasse by high quality performances. Carnival Groups from Denmark, Switzerland and London as well as Brass bands from Oregon and Rome meet their counterparts from Hamburg. Spectators were torn between magic and acrobatic shows, be it the fantastic Clown gromic from Belgium or the Banjo Circus from UK. Ten stages invite to stop, to laugh and to be in awe.
The Night Parade had its premiere and STAMP will be highlighted by the Parade of 77 Carnival Groups today. 2010 the jury is composed by top-class experts from some of the hugest street carnivals around the world: London, Aalborg, Luanda and Salvador. Don’t miss to enjoy the parade, starting at 12 am. Winners will be announced after 4 pm. The 10 stages are open and you still can discover your favourite street artist. Parade Fotos
<a href=”http://www.flickr.com/photos/petra-hh/4959274264/” title=”STAMP von petra hh bei Flickr”><img src=”http://farm5.static.flickr.com/4087/4959274264_3a956b4da8_t.jpg” width=”75″ height=”100″ alt=”STAMP” /></a>
Programmatische Antrittsrede des neuen Bundespräsidenten
Lang hat’s gedauert, doch jetzt ist es überraschenderweise ein christdemokratischer Bundespräsident, der sich für ein buntes Deutschland stark macht.
Aus urdeutscher Disziplin und türkischem Dribbling entstehe etwas Neues und Gutes und Christian Wulff ermutigt, “das Verbindende statt dem Trennenden in unserer bunten Republik zu suchen” . Mehr aus der programmatischen Antrittsrede des frischgebackene Bundespräsidenten.
Auch lifestylemäßig wird Wandel markiert: Kaum im Amt, schon feiert Christian Wulff die erste Party im Schloß Bellevue. Doch der traditionelle Amtssitz wird nicht der Wohnsitz der deutschen Patchworkfamilie Nr. Eins sein.”Wir sind jetzt auch Wohnungssuchende”, spricht die junge First Lady ins Mikrofon.
“Da kündigt sich ein Paradigmenwechsel an” kommentiert Petra Sorge dos Santos, “der Bundespräsident hat Diversity zum Leitbild erhoben, jetzt müssen Taten in Wirtschaft und Gesellschaft folgen. Die Profis für kulturellen Wandel stehen bereit.”
Sie selbst verbindet seit 1995 mit CL!C -Crossculture, Linking and Consulting- “das Beste aus verschiedenen Welten”.
DieVeranstalterinnen des Forums “Frauen in Führung” erhielten für ihr 2008 gegründetes Projekt “Hamburger Karriereschmiede” die Auszeichnung Ort der Ideen 2010. Vor 200 Frauen drückte Laudator Stefan Knoll von der Deutschen Bank seine Verbundenheit zum Träger wie zum Anliegen aus. Leider war die Anzahl der männlichen Entscheidungsträger an einer Hand abzuzählen. Herr Fröhlich, der das Grußwort im Namen des Unternehmerverbands Nord sprach, ward nicht lange gesehen. So konnten er und andere nicht erleben, mit wieviel analytischem Verstand, Selbstkritik und Humor die Gästinnen eins der brisantesten Themen für deutsche Unternehmen angingen. Wie die “Hüter der gläsernen Decken” qualifizierte Führungsnachfolge angehen können. Verpaßte Lernchance und unkluges Signal.
Umso mehr richtige Signale kamen von den Rednerinnen. Gisela Chudziak zeigte, wie frau mit jahrzehntelangem Engagement, Beharrlichkeit und Charme auch die langsamen Behördenmühlen bewegen kann. Als Mentorin hat sie vielen Frauen und Ihren Projekten den Weg geebnet. Die Absolventin der HKS Claudia Paulsen-Rist, heute Personalleiterin bei der HHLA, ermunterte die Teilnehmerinnen, die eigene Hürde niedriger zu legen und sich öfter zu bewerben. Geschlechtsspezifische Haltungen beschrieb sie so: Mann sieht Ausschreibung und denkt “30% kann ich, klasse, da bewerb ich mich”- Frau sieht Ausschreibung und denkt “ich kann nur 90% der Anforderungen, da bewerb ich mich lieber nicht”.
Julia Jäkel GF Verlag G&J
Der krönende Abschluß war sicherlich die erfrischende Rede von Julia Jäkel, heute eine von vier Verlagsgeschäftsführerinnen von Gruner & Jahr. Am Beispiel ihrer eigenen nicht geradlinigen Karriere illustrierte sie die Bedeutung von Determination sowie der Kombination aus Ehrgeiz und Lässigkeit. Und dem Mut, Chancen zu ergreifen, gerade wenn frau noch nicht alles kann. Zum Nachdenken brachte Julia Jäkel mit Ihren Beobachtungen zur Frage: Wollen Frauen wirklich ins Top-Mangement?
Auch sie gehörte zu den jungen Frauen, die Quoten ablehnen. Ihre Erfahrung im Top-Management, umgeben von vielen weiblichen Mitarbeiterinnen, hat sie zur Umkehr im Denken veranlaßt. Besonders erfreulich ihr Dank an die Generation der weiblichen Vorkämpferinnen.
Dank der Frauen von der Hamburger Karriereschmiede eine Veranstaltung, die neue Kontakte geschaffen hat.
Seit Jahren machen deutsche Unternehmen im europäischen Vergleich eine schlechte Figur. Zahlreiche Analysen, Förder- und Mentoringprogramme haben nur wenig an stagnierenden Frauenanteilen von 13% (mittleres Management) verändern können. Die Barriere in den Köpfen schien betonhart, doch nun mischt sich Sand in den Beton …
Ein Unternehmen setzt Zeichen: ab sofort gelangen Frauen auch per Quote in Führungspositionen. Die Telekom hat sich als erstes deutsches DAX-Unternehmen selbst eine Frauenquote auferlegt. 30% Frauen sollen bis 2015 in alle mittleren und oberen Chefetagen einziehen. “Mit mehr Frauen an der Spitze werden wir einfach besser”, sagte Konzernchef René Obermann.
Mehr Erträge mit Frauen
Der Durchbruch ist nicht nur der Fairness oder der hohen weibliche Absolventenquote -60% in den Wirtschaftswissenschaften- geschuldet.
Die Wissenschaft hat es den Unternehmen gezeigt: gemischte Teams machen Organisationen innovativer und effektiver. Mehr
Mehr als 200 TeilnehmerInnen waren dabei, als Beatrice Acheleke das SIETAR-Forum am Donnerstag, den 25.2. mit ihrer Keynote auf, wie es bei ihr heißt, Diversität einstimmte. Fokus ihrer pfeffrigen Ansprache aus gesellschaftpolitischer Perspektive: Die Krise, eine Chance zum Umdenken. mp3.
Die international ausgezeichnete Österreicherin aus Kamerun ist u.a. Gründerin des Black European Women’s Council. Seit vielen Jahren arbeitet sie mit Schwarzen Frauen, zu Menschenrechtsfragen und Community Development.
Vom 11.-12.3. veranstaltet sie mit diversity-erprobten Sprechern aus aller Welt in Wien den World Diversity Leadership Summit.
Wurde Diversity auf der Speisekarte von Personalentwicklern bis vor kurzem noch als Beilage gehandelt “kann man, muß man aber nicht”, so rutscht das Thema immer mehr ins Zentrum. ”Sollte man” so empfinde ich das Resümé der jüngsten Job & Karriere- Beilage der SZ. Das Magazin “Vielfalt erleben”, herausgegeben von 3 Unternehmen mit Diversity-Erfahrung, thematisiert folgende Aspekte:
Wie sehr unser Leben unter dem heimlichen Leitbild der Monokultur verarmt, ist nicht nur in der Tier- und Pflanzenwelt zu beobachten. Der Umgang mit Vielfalt, dem Unverwechselbaren, dem Zulassen von Besonderheit, all das ist eine Herausforderung an Deutschland – in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft. Für viele ist dieser Challenge unbequem. Immer mehr sehen jedoch die vielfältigen Chancen.
Diversity erlaubt und fordert uns, immer wieder neu zu schauen. Denn “diverse”, das ist nicht nur die Welt da draußen, auch in unserem Kopf existiert bereits ein vielfältiger Mikrokosmos. Dieses eigene Universum besser zu verstehen, bedeutet, viel an Wertschätzung zu gewinnen – für sich und für andere.
Zum Kennenlernen der eigenen Vielfalt gibt es inzwischen differenzierte Profilanalysen. Mit Beratung von Robert Dilts wurde in Hamburg der Identity Compass® von Arne Maus entwickelt. Für den internationalen Einsatz gibt es ihn bereits in 16 Sprachen.
Wie die innere Diversity gelesen und für die Diversity-Arbeit draußen genutzt werden kann, das beantwortet ein Einführungs-Workshop für Personaler und Coachs am 6.11.09 in Hamburg: Diversity beginnt im Kopf .