Mit Humor, Kreativität und viel Arbeit haben sie geschafft, wovon viele träumen. Nunzio, Yangs und Cheng sind Senkrechtstarter bei Youtube. Dort haben sie es als Super Asia Brothers mit authentischen Geschichten rund um Klischees in einem halben Jahr auf 2,5 Millionen Klicks gebracht. Heute firmieren sie unter NYC Production und hoffen, von Ihrem Schauspiel- und Filmtalent leben zu können
Petra Sorge dos Santos unterhält sich mit dem interkulturellen Trio, dessen Wurzeln in Italien, Philippinen und Taiwan liegen. Es geht um Hamburger Lieblingsecken und die Wilhelmsburger Oma. Dabei erfährt man auch, was es heißt “durch” zu sein und warum die Jungs bei aller Lockerheit Respekt vor Eltern und Alter haben und inzwischen selbst als Lebensberater gefragt sind. Authentisch Anders.
Sehen Sie das ganze Interview in Hamburgisch by Culture FR den 17.6. um 21:30 auf TIDE TV – und demnächst auch auf youtube.
Wiederholung am 21.6. um 22h.
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Brasiliens 1. Präsidentin mit 6 Sicherheitsfrauen und 9 Ministerinnen in Brasilia vereidigt
Mit einer Referenz an die Frauen begann die neue Präsidentin ihre Antrittsrede: “Ich bin angetreten Türen zu öffnen, damit in Zukunft viele Frauen Präsidentin werden können und alle Brasilianerinnen am heutigen Tag Stolz und Freude fühlen, Frau zu sein.”
Zum ersten Mal in der Geschichte dürfe sich ihr Land ” an die Schulter einer Frau lehnen” Auch die Besetzung von neun Ministerien mit Frauen markiert den Wandel.
70.000 Brasilianerinnen und Brasilianern waren aus dem ganzen Land angereist, um Dilma Rousseffs Amtsantritt beizuwohnen. Auch hier setzte Dilma Zeichen: sechs weibliche Bodyguards begleiteten den Inaugurations-Rolls Royce zu Fuß durch den strömenden Regen der Haupstadt.
Nach ihrer Vereidigung versprach sie, die Politik ihres Amtsvorgängers Präsident Lula auszubauen. Er habe die Art des Regierens verändert, “seine größte Lektion für uns alle war, die Kraft des einfachen Volkes anzuerkennen und in sie zu investieren” Lula habe die Brasilianer dazu gebracht, an sich und die Zukunft ihres Landes zu glauben. Trotz des großen Wirtschaftswachstums von aktuell 8% sei Brasilien noch immer eine der ungleichsten Gesellschaften der Welt und sie werde die Verletzlichsten schützen und eine Präsidentin für alle sein.
Welche Rolle die neue Präsidentin auch auf internationalem Parkett spielen kann, zeigte sich nicht nur in der Anwesenheit von elf internationalen Regierungsvertretern. Hillary Clinton beglückwünschte Dilma besonders herzlich und nutzte die Begegnung mit Venezuelas Hugo Chavez zu einem ersten Small Talk, der das Eis der mehr als unterkühlten binationalen Beziehungen brechen wird. Und Dilma selbst ist eingeladen, Mexiko, die Nummer 2 in Lateinamerika noch in diesem Jahr zu besuchen.
Mit einem Wirtschaftswachstum von 6% trotzt Afrika der Finanzkrise. Doch viele afrikanische Regierungen haben es versäumt, in die Infrastruktur ihrer Länder zu investieren. Deutsche Firmen auch, jetzt tun es die Chinesen.
“Erst eine Straße bringt Wohlstand”, weiß schon der alte Samburo Nomade, der den Straßenbau in Kenia bewacht. Und diese Weisheit kennt man auch in China. “Bei uns auf dem Land sieht es besser aus als hier in manch afrikanischer Stadt” sagt ein chinesischer Ingenieur in der ARD-Doku Der afrikanische Patient. Chinesen und Afrikaner verbindet mehr als nur so manche Lebensphilosophie. “China gibt, was Afrika braucht“ sagt Ruandas Präsident Kagame.
Keine Frage, für China ist Afrika ein Milliardengeschäft. Keine Frage, auch Chinas Begehrlichkeit gilt den Rohstoffen des jahrhundertelang ausgebeuteten Kontinents. Doch warum realisert das Reich der Mitte, was deutsche Ökonomie lange schon hätte unterstützen können?
Wie so oft ist es unser Bild vom anderen, das unser Handeln prägt.
Deutsche Entwicklungshilfe hat Afrikaner mit Katastrophenhilfe und nur punktueller Förderung über Jahrzehnte zu abhängigen Hilfsempfängern “entwickelt”. Und der afrikanische Markt ist für die meisten deutschen Unternehmen nach wie vor Terra Incognita, doch “wer in Afrika zu spät kommt, der verpaßt die Zukunft.”
Moderne Afrikaner erwarten Hilfe zur Selbsthilfe. Nicht mehr und nicht weniger.
Programmatische Antrittsrede des neuen Bundespräsidenten
Lang hat’s gedauert, doch jetzt ist es überraschenderweise ein christdemokratischer Bundespräsident, der sich für ein buntes Deutschland stark macht.
Aus urdeutscher Disziplin und türkischem Dribbling entstehe etwas Neues und Gutes und Christian Wulff ermutigt, “das Verbindende statt dem Trennenden in unserer bunten Republik zu suchen” . Mehr aus der programmatischen Antrittsrede des frischgebackene Bundespräsidenten.
Auch lifestylemäßig wird Wandel markiert: Kaum im Amt, schon feiert Christian Wulff die erste Party im Schloß Bellevue. Doch der traditionelle Amtssitz wird nicht der Wohnsitz der deutschen Patchworkfamilie Nr. Eins sein.”Wir sind jetzt auch Wohnungssuchende”, spricht die junge First Lady ins Mikrofon.
“Da kündigt sich ein Paradigmenwechsel an” kommentiert Petra Sorge dos Santos, “der Bundespräsident hat Diversity zum Leitbild erhoben, jetzt müssen Taten in Wirtschaft und Gesellschaft folgen. Die Profis für kulturellen Wandel stehen bereit.”
Sie selbst verbindet seit 1995 mit CL!C -Crossculture, Linking and Consulting- “das Beste aus verschiedenen Welten”.
DieVeranstalterinnen des Forums “Frauen in Führung” erhielten für ihr 2008 gegründetes Projekt “Hamburger Karriereschmiede” die Auszeichnung Ort der Ideen 2010. Vor 200 Frauen drückte Laudator Stefan Knoll von der Deutschen Bank seine Verbundenheit zum Träger wie zum Anliegen aus. Leider war die Anzahl der männlichen Entscheidungsträger an einer Hand abzuzählen. Herr Fröhlich, der das Grußwort im Namen des Unternehmerverbands Nord sprach, ward nicht lange gesehen. So konnten er und andere nicht erleben, mit wieviel analytischem Verstand, Selbstkritik und Humor die Gästinnen eins der brisantesten Themen für deutsche Unternehmen angingen. Wie die “Hüter der gläsernen Decken” qualifizierte Führungsnachfolge angehen können. Verpaßte Lernchance und unkluges Signal.
Umso mehr richtige Signale kamen von den Rednerinnen. Gisela Chudziak zeigte, wie frau mit jahrzehntelangem Engagement, Beharrlichkeit und Charme auch die langsamen Behördenmühlen bewegen kann. Als Mentorin hat sie vielen Frauen und Ihren Projekten den Weg geebnet. Die Absolventin der HKS Claudia Paulsen-Rist, heute Personalleiterin bei der HHLA, ermunterte die Teilnehmerinnen, die eigene Hürde niedriger zu legen und sich öfter zu bewerben. Geschlechtsspezifische Haltungen beschrieb sie so: Mann sieht Ausschreibung und denkt “30% kann ich, klasse, da bewerb ich mich”- Frau sieht Ausschreibung und denkt “ich kann nur 90% der Anforderungen, da bewerb ich mich lieber nicht”.
Julia Jäkel GF Verlag G&J
Der krönende Abschluß war sicherlich die erfrischende Rede von Julia Jäkel, heute eine von vier Verlagsgeschäftsführerinnen von Gruner & Jahr. Am Beispiel ihrer eigenen nicht geradlinigen Karriere illustrierte sie die Bedeutung von Determination sowie der Kombination aus Ehrgeiz und Lässigkeit. Und dem Mut, Chancen zu ergreifen, gerade wenn frau noch nicht alles kann. Zum Nachdenken brachte Julia Jäkel mit Ihren Beobachtungen zur Frage: Wollen Frauen wirklich ins Top-Mangement?
Auch sie gehörte zu den jungen Frauen, die Quoten ablehnen. Ihre Erfahrung im Top-Management, umgeben von vielen weiblichen Mitarbeiterinnen, hat sie zur Umkehr im Denken veranlaßt. Besonders erfreulich ihr Dank an die Generation der weiblichen Vorkämpferinnen.
Dank der Frauen von der Hamburger Karriereschmiede eine Veranstaltung, die neue Kontakte geschaffen hat.
Seit Jahren machen deutsche Unternehmen im europäischen Vergleich eine schlechte Figur. Zahlreiche Analysen, Förder- und Mentoringprogramme haben nur wenig an stagnierenden Frauenanteilen von 13% (mittleres Management) verändern können. Die Barriere in den Köpfen schien betonhart, doch nun mischt sich Sand in den Beton …
Ein Unternehmen setzt Zeichen: ab sofort gelangen Frauen auch per Quote in Führungspositionen. Die Telekom hat sich als erstes deutsches DAX-Unternehmen selbst eine Frauenquote auferlegt. 30% Frauen sollen bis 2015 in alle mittleren und oberen Chefetagen einziehen. “Mit mehr Frauen an der Spitze werden wir einfach besser”, sagte Konzernchef René Obermann.
Mehr Erträge mit Frauen
Der Durchbruch ist nicht nur der Fairness oder der hohen weibliche Absolventenquote -60% in den Wirtschaftswissenschaften- geschuldet.
Die Wissenschaft hat es den Unternehmen gezeigt: gemischte Teams machen Organisationen innovativer und effektiver. Mehr
Mehr als 200 TeilnehmerInnen waren dabei, als Beatrice Acheleke das SIETAR-Forum am Donnerstag, den 25.2. mit ihrer Keynote auf, wie es bei ihr heißt, Diversität einstimmte. Fokus ihrer pfeffrigen Ansprache aus gesellschaftpolitischer Perspektive: Die Krise, eine Chance zum Umdenken. mp3.
Die international ausgezeichnete Österreicherin aus Kamerun ist u.a. Gründerin des Black European Women’s Council. Seit vielen Jahren arbeitet sie mit Schwarzen Frauen, zu Menschenrechtsfragen und Community Development.
Vom 11.-12.3. veranstaltet sie mit diversity-erprobten Sprechern aus aller Welt in Wien den World Diversity Leadership Summit.
Wurde Diversity auf der Speisekarte von Personalentwicklern bis vor kurzem noch als Beilage gehandelt “kann man, muß man aber nicht”, so rutscht das Thema immer mehr ins Zentrum. ”Sollte man” so empfinde ich das Resümé der jüngsten Job & Karriere- Beilage der SZ. Das Magazin “Vielfalt erleben”, herausgegeben von 3 Unternehmen mit Diversity-Erfahrung, thematisiert folgende Aspekte: